Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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„Unser“ Fischreiher kommt näher als es uns lieb ist

Unser Grundstück grenzt an ein städtisches Regenauffangbecken. Für uns ist es einfach ein netter kleiner Teich mit allerlei Flora und Fauna, in dem auch ein Fischreiher regelmäßig zu Gast ist. Bislang mochten wir ihn sehr gern, doch nun hat er unseren Rasen zum Reiherklo erkoren.

Als wir vor gut vier Jahren unser Haus gekauft hatten, mussten wir uns von Freunden und Familie allerlei Sprüche wegen des angrenzenden Teichs bzw. Regenauffangbeckens anhören: „Boah, da habt ihr doch bestimmt ganz viele Mücken, oder?“ oder auch „Iihhhh, so viel Entengrütze!“ In puncto Mücken muss ich die Skeptiker enttäuschen: Hier schwirren nicht mehr Mücken herum als anderswo auch. Ich komme hier pro Sommer auf einen Schnitt von etwa zehn Mückenstichen. Als ich noch in Hamburg-Langenhorn direkt am Naturschutzgebiet Raakmoor wohnte, waren es im Sommer eher zehn Mückenstiche pro Nacht. Weiterlesen


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Entdeckt und für gut befunden: das Naturbad Oberglinde

Endlich ist der Sommer in Norddeutschland angekommen, der diesen Namen auch verdient! Gestern standen mein Mann und ich vor der Wahl, früh aufzustehen und uns in den Stau nach St. Peter Ording einzureihen, um dort einen schönen Strandtag zu verbringen – oder ganz gemütlich zu frühstücken und spontan ein Naturbad in der näheren Umgebung zu testen.

Wir entschieden uns für die zweite Option und haben es nicht bereut. Unsere Wahl fiel auf das Naturbad Oberglinde bei Uetersen/Moorrege. Christoph kannte es bereits, weil sich etliche Triathleten vom EMTV dort gelegentlich zum Schwimmtraining treffen. Mir war das Freibad bislang unbekannt. Nach meinem ersten Besuch dort weiß ich aber, dass sich ein heißer Sommertag gut aushalten lässt. Und das sind die Pluspunkte im Einzelnen: Weiterlesen


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Dauenhof, Dauenhof… ich höre immer nur Dauenhof!

Bis vor einer Weile hatte ich noch nie von Dauenhof, einem Ortsteil von Westerhorn, gehört. Dann halfen wir einem verloren wirkenden jungen Mann am Elmshorner Bahnhof, den richtigen Zug nach Dauenhof zu finden – und auf einmal lese ich seltsamerweise beinahe täglich über diesen kleinen Ort.

Ende Juli hatten wir Besuch von meinem Bruder mitsamt seiner Familie. Unsere Gäste hatten Karten für das Musical Aladdin, und wir fuhren zusammen mit der Bahn nach Hamburg. Als wir am späten Abend zurück nach Elmshorn kamen und am Bahnhof aus dem Zug ausstiegen, saß auf dem Mauervorsprung vor den Treppen hinunter in den Bahnhofstunnel ein junger Mann, Kopfhörer in den Ohren, ein wenig verloren dreinblickend. Dem Aussehen nach möglicherweise aus Afghanistan stammend. Als er uns vorbeigehen sah, sprach er uns in sehr gebrochenem Deutsch an: „Zug nach Dauenhof?“ Weiterlesen


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Einkauf mit Hindernissen: Satte Rabatte und ein kleiner Sprint

Kennt ihr die Rabatt-Coupons für Netto, die man gelegentlich im Lokalanzeiger findet? Ich stehe total auf diese Aufkleber, mit denen man 5, 10 oder sogar 20 Prozent auf den Preis des Produkts bekommt, auf dem der Coupon klebt. Weniger schön ist nur, dass das Einlösen der aufgeklebten Rabatte den Bezahlprozess an der Kasse verlängert. Heute habe ich die Geduld des Netto-Personals am Flamweg und der anderen Kunden aber noch weiter strapaziert…

Wenn es ums Geldsparen geht, macht Kopfrechnen ja manchmal richtig Spaß. Möglicherweise werden die Rabatt-Aktionen mit den Prozent-Aufklebern von Netto also vom Bundesbildungsministerium unterstützt, das sich seit Jahren um schwindende Mathekenntnisse in der Bevölkerung sorgt. Ich sollte das einmal recherchieren. Heute aber ging es erst einmal ums Einkaufen mit Spareffekt. Um den Rabatt maximal auszureizen, sollte man den Aufkleber mit dem höchsten Prozentsatz (also 20 Prozent) auf das teuerste Produkt im Einkaufswagen kleben. Ich dachte an unsere Kaffeevorräte im Keller und entschied mich gegen ein weiteres Paket Transfair-Kaffee und stattdessen für tiefgekühlte Bio-Garnelenschwänze. 20 Prozent auf 4,99 Euro bringen immerhin knapp einen ganzen Euro Ersparnis, cool. Weiterlesen


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Schon gesehen? Die neue Schmöker-Ecke bei Edeka Hayunga

Dem einen oder anderen ist es vielleicht schon aufgefallen: Beim Bäcker vor dem Edeka-Markt Hayunga am Wedenkamp steht seit einer Weile ein Bücherregal, in dem sich jeder kostenlos bedienen oder ausgelesene Bücher abgeben kann.

Ich bin ein großer Freund der kostenlosen Tauschkultur. Über eine entsprechende Facebook-Gruppe habe ich schon etliche Dinge verschenkt, die in unserem Haushalt überflüssig geworden sind, anderen aber durchaus noch eine Freude machen können. Deshalb gefällt mir meine neueste Entdeckung beim Bäcker Dallmeyers vor dem Edeka-Markt Hayunga am Wedenkamp so gut. Dort hat der Seniorenrat der Stadt Elmshorn als Initiator nämlich ein Regal aufgestellt, über das Lesebegeisterte Bücher tauschen können. Das Prinzip ist denkbar einfach: Jeder kann ausgelesene Bücher dort hineinstellen, und umgekehrt kann jeder sich dort auch kostenlos gebrauchte Bücher mitnehmen. Weiterlesen


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Leserbeirat der Zeitung: Mitreden und hinter die Kulissen gucken

Seit Neuestem hat auch die Regionalausgabe für den Kreis Pinneberg des Hamburger Abendblatts einen Leserbeirat. Und ich mit dabei, wenn die Redaktion mit dem Beirat über die Aufmachung, Themenauswahl und Qualität der Zeitung diskutiert.

Es ist schon ein paar Wochen her – wir hatten unser Abo des Hamburger Abendblatts noch nicht auf Digital-Abo umgestellt und uns gerade erst für den zusätzlichen Bezug der Elmshorner Nachrichten entschieden – da legte mir mein Mann einen aus der Zeitung ausgerissenen Schnipsel auf den Tisch: „Das wäre doch was für dich! Das Abendblatt will für den Pinneberg-Teil einen Leserbeirat einrichten, hier kann man sich bewerben!“ Weiterlesen


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Ein halbes Jahr nach dem Einbruch: Meine gefühlte Sicherheit wächst wieder

Es ist nun gut ein halbes Jahr her, dass bei uns zu Hause eingebrochen wurde. Zum Glück bin ich psychisch relativ robust, und so hat dieses unschöne Ereignis keine bleibenden Schäden hinterlassen. Doch ich fühle mich in meinem Heim definitiv sicherer, wenn nun endlich ein paar Umbaumaßnahmen in Sachen Einbruchschutz erledigt sind.

Die Zeit direkt nach unserem Einbruch war nicht schön. In der Terrassentür erinnerte uns die Notverglasung permanent an das Geschehene. Wir mussten für unsere Anzeige bei der Polizei und auch für die Schadenregulierung mit der Hausratversicherung eine genaue Liste aller gestohlenen Gegenstände anfertigen. Naturgemäß hat man nicht für alle Dinge noch Kaufbelege, vor allem wenn es sich um Geschenke handelt. Zum Glück gab es keinen Hickhack mit der Hausratversicherung (weshalb ich an dieser Stelle die Generali lobend erwähnen möchte): Sie erstattete auch den Wiederbeschaffungswert von Schmuckstücken, die ich vor Jahrzehnten geschenkt bekommen hatte und von denen ich maximal eine Skizze, nicht aber eine Schmuckexpertise oder einen Kaufbeleg vorweisen konnte. Weiterlesen


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Warum Journalisten die Dinge nicht immer beim Namen nennen

Schon in der Schule werden in Aufsätzen im Deutschunterricht Wörter rot unterschlängelt, die in kurzer Folge häufig eingesetzt werden: Wdh für Wiederholung steht dann am Heftrand, und das ist irgendwie nicht gut. Viele Journalisten sind durch diese Erlebnisse bis ins Erwachsenenalter traumatisiert und verwenden deshalb geradezu zwanghaft Synonyme, um Wortwiederholungen zu vermeiden.

So heißen Feuerwehrleute nur einmal pro Artikel „Feuerwehrleute“. Bei der zweiten Nennung sind sie „Floriansjünger“. Oder sie werden – ebenso wie Polizisten – als „Helfer in Uniform“ bezeichnet. Analog dazu sind Ärzte ab der zweiten Nennung meist „Mediziner“, gelegentlich aber auch „Aesculapjünger“. Und der eine oder andere erinnert sich sicherlich daran, dass der Tennisspieler Boris Becker innerhalb eines Artikels nicht mehrfach „Boris Becker“ heißen durfte. Ab irgendeinem Punkt hieß er dann (nach seiner Heimatstadt Leimen) „der Leimener“. Weiterlesen


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Der Schiedsmann von Haselau: Immer auf der Suche nach dem besten Kompromiss?

Liebe Leute, ich kann es mir einfach nicht verkneifen, ich muss doch noch meine Lektüre vom vergangenen Sonnabend mit euch teilen. Da war nämlich in den Uetersener Nachrichten zu lesen, dass Gunter Küchler, über dessen verbalen Entgleisungen gegenüber Rennradfahrern ich mich in den letzten beiden Blogposts ausgelassen habe, mit einer Dankesurkunde für seine Tätigkeit als Schiedsmann geehrt wurde.

Es hat seine Vorteile, dass ich seit Abschluss meines Digital-Abos der Elmshorner Nachrichten nicht nur die Elmshorner Nachrichten selbst, sondern auch alle anderen Lokalzeitungen des SHZ-Verlages digital lesen kann. Sonst wäre es mir sicher entgangen, dass der stellvertretende Amtsleiter und stellvertretender Bürgermeister Gunter Küchler aus Haselau kürzlich eine Urkunde für sein ehrenamtliches Engagement als Schiedsmann ausgezeichnet wurde. Weiterlesen


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Rennradfahrer vs. Fußgänger vs. Autofahrer, die Geschichte geht weiter…

Wow, das Thema Rennradfahrer im Kreis Pinneberg hat ja ganz schöne Wellen geschlagen. Heute widmeten die Elmshorner Nachrichten (EN) den Reaktionen auf ihren Artikel von Sonnabend eine ganze Seite. Darin wurde ich mit Aussagen aus meinem Blogbeitrag mehrfach zitiert, und auch ein Leserbrief meines Mannes (mit dem ich bei dieser Diskussion einer Meinung bin) wurde abgedruckt.

Ich freue mich, dass die EN das Thema noch einmal aufgegriffen hat – und dass Christoph und ich nicht allein sind mit unserem Entsetzen über Äußerungen wie „Bei meinem nächsten Auto lasse ich mir zwei Behälter fürs Scheibenwischen einbauen. Einen auf der rechten Seite, mit Jauche fürs Überholen“, „Ohne Klingel brüllen sie [die Rennradfahrer] andere Passanten gnadenlos an. Ein asoziales Verhalten“ oder „Diese Radfahrer müssen erst lernen, wie man sich in einer zivilisierten Gesellschaft verhält“. Weiterlesen