Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Das hat Spaß gemacht: Toller Corona-Duathlon des Tri-EMTV

Sollen wir überhaupt mit der Planung weitermachen? Wie erstellt man ein pandemietaugliches Hygienekonzept für einen sportlichen Wettkampf? Wird das Gesundheitsamt den Duathlon genehmigen? Mit diesen Fragen haben sich die Aktiven im Elmshorner Triathlonverein Tri-EMTV in den vergangenen Wochen und Monaten beschäftigen müssen – und gestern dann eine superschöne Veranstaltung hinbekommen.

Ich habe einiges von den in diesem Jahr dank Corona besonders umfangreichen Vorbereitungen mitbekommen, weil mein Mann Christoph im Organisations-Team mitgearbeitet hat. Der Elmshorner Duathlon hat eine mittlerweile 30-jährige Tradition, die man nur ungern unterbrechen wollte. Andererseits wurden in ganz Schleswig-Holstein dieses Jahr reihenweise Sportverantaltungen abgesagt. Und so war die Frage durchaus berechtigt, wie viel ehrenamtlichen Aufwand man bei der Vorbereitung einer Veranstaltung betreiben möchte, wenn sie am Ende möglicherweise doch coronabedingt abgesagt wird.

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Übermorgen habe ich einen Termin im Rathaus: Was nervt beim Radeln in Elmshorn besonders?

Erinnert ihr euch noch an meinen letzten Blogbeitrag hier, in dem ich über unser Probefahren auf der Elmshorner Veloroute 1 berichtet habe? Nun, es dauerte nicht lange, bis ich einen Anruf aus dem Rathaus hielt.

Morten Planer, bei der Stadt Elmshorn zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, hatte den Blogbeitrag mit meiner unmissverständlichen Kritik am Elmshorner Velorouten-Konzept gelesen. Er schlug mir ein Treffen zum Kennenlernen, Kaffeetrinken und Gedankenaustausch vor. Auch die im Rathaus für Radverkehr und Velourouten zuständige Sachbearbeiterin möchte bei diesem Treffen gern dabei sein.

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Unterwegs auf der Elmshorner Veloroute 1: Das soll allen Ernstes eine Strecke für Radfahrer sein?

Zugegeben: Mein Plan, das Elmshorner Velorouten-Netz zu testen, ist nicht mehr ganz taufrisch. Als die Stadt Elmshorn im Februar 2017 das Velorouten-Konzept nebst eigenem Fahrradstadtplan vorstellte, kam mir gleich die Idee, die darin verzeichneten Velorouten einmal auf Herz und Nieren zu testen. Jetzt, gut anderthalb Jahre später, haben mein Mann und ich den ersten Versuch gewagt, sind einmal die Veloroute 1 vom Start bis zum Ende durchgeradelt und haben unsere Eindrücke gesammelt.

Allerdings haben wir im Vergleich zur Stadt Elmshorn bei der Umsetzung unseres Plans doch ein recht zügiges Tempo vorgelegt. Die Stadtverwaltung arbeitet nach eigenem Bekunden nämlich bereits seit Mitte der 1990er Jahre daran, „den Radverkehr noch attraktiver zu gestalten. Dafür soll das Radwegenetz durchgängig komfortabel befahrbar und sicher werden. Der Rahmen für diese Maßnahmen ist das 2010 aktualisierte Veloroutenkonzept“, in voller Länge hier nachzulesen. Weiterlesen


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Aktuelle Gedanken zur Parkplatzsituation: Was bin ich froh, dass ich nicht pendeln muss!

Elmshorn ist eine Pendlerstadt, schon klar. Doch ich für meinen Teil bin heilfroh, dass ich mich nicht tagein tagaus über die A23 oder in einer überfüllten Regionalbahn Richtung Hamburg quälen muss.

In den vergangenen Tagen habe ich häufiger mal über das Schicksal der in Elmshorn lebenden Pendler nachgedacht. Denn in den Elmshorner Nachrichten war unter der Schlagzeile „Bald ist Schluss mit kostenlos“ einiges über die Parkplatzsituation in der Elmshorner City zu lesen. Demnach ist die Zahl der Pendler, die den Elmshorner Bahnhof ansteuern, um hier zu parken und mit der Bahn gen Hamburg zu fahren, in den vergangenen fünf Jahren um 23 Prozent gestiegen.  Weiterlesen


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Fahrradklimatest in Elmshorn: Da ist noch viel Luft nach oben!

Aktuell läuft eine bundesweite Online-Umfrage des ADFC in deutschen Städten, in der es darum geht, als wie fahrradfreundlich Menschen ihre eigene Stadt wahrnehmen. Ich habe mittlerweile an der Umfrage teilgenommen. Und musste Elmshorn als Radfahrerin leider ein ziemlich schlechtes Zeugnis ausstellen.

Eigentlich hat Elmshorn beste Voraussetzungen, eine tolle Fahrradstadt zu sein. Die Stadt hat eine Größe, aufgrund derer man eigentlich alles prima mit dem Fahrrad erreichen kann. Die kurzen Wege von meinem Zuhause in die Innenstadt, zum Einkaufen, zum Bahnhof und zu den von mir frequentierten Arztpraxen sind mit von Anfang an sehr positiv aufgefallen. Und so erledige ich auch gern viele meiner kurzen Wege in der Stadt per Fahrrad. Im Sommer schwinge ich mich außerdem auch gern auf mein Rennrad und flitze zum Beispiel am Krückaudeich entlang Richtung Elbe. Weiterlesen


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Streuobstwiesenfest: Große Party im Zeichen des Apfels

Vor vielen Jahren, als ich noch nicht hier wohnte, gehörte das Streuobstwiesenfest jedes Jahr zum Elmshorner Veranstaltungsjahr. Doch dann wurde es aus unerfindlichen Gründen eingestellt und erst am vergangenen Wochenende erstmals wieder aus der Taufe gehoben. Meine Bilanz: Großer Andrang, Parkplatzsuche mit dem Fahrrad, Klönschnack an jeder Ecke – und ein großer Sack selbstgepflückter Äpfe.

Als mein Mann Christoph und ich am diesjährigen Tag der deutschen Einheit uns am späten Vormittag aufmachten, um uns das neu aufgelegte Streuobstwiesenfest einmal anzuschauen, waren wir eigentlich nicht wirklich spät dran. Und doch hatten wir den Eindruck, dass uns schon halb Elmshorn voraus war, so voll waren die Wege in Richtung Ruderheim an der Straße Wisch. Weiterlesen


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Willkommensteam: Deutsche Sprache, schwere Sprache…

Ach wenn die Menschen überall auf der Welt doch dieselbe Sprache sprechen würden! Dann wäre so manches leichter. Obwohl – mein Erinnerungsschatz wäre um manche lustige Anekdote ärmer, wenn da nicht immer mal ein sprachliches oder kulturelles Fettnäpfchen herumgestanden hätte!

Seit ich Anfang 2015 damit begonnen habe, im Willkommensteam für Flüchtlinge Elmshorn mitzuarbeiten, habe ich eine ganze Reihe neuer Menschen aus anderen Kulturen kennen gelernt, die naturgemäß nicht dieselbe Muttersprache wie ich sprechen. Dabei kommt es immer einmal zu unfreiwillig komischen Situationen – sprachliche oder kulturelle Fettnäpfchen eben, die sich nie ganz vermeiden lassen. Auf die Idee, sie einmal in einem Blogbeitrag zusammenzufassen, kam ich gestern, als ich auf Youtube über einen großartigen Sketch von Monty Python von 1971 gestolpert bin, in dem es um falsche Übersetzungen von Redewendungen geht. Schaut ihn euch am besten selbst an. Weiterlesen


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Willkommensteam Elmshorn: Wir sammeln Fahrräder für Flüchtlinge

Wer ein Fahrrad hat, kann sich leichter mit Elmshorn vertraut machen, in die 5 Kilometer entfernte Ausländerbehörde gelangen und zum Sprachkurs radeln. Es ist also gut, wenn Flüchtlinge Fahrräder haben . Doch leider sehen das nicht alle Menschen in Elmshorn so.

Wenn wir vom Willkommensteam Flüchtlinge fragen, was sie am dringendsten benötigen, dann bekommen wir zuallererst die Antwort: „Ich möchte einen Deutschkurs besuchen!“ Doch gleich an zweiter Stelle steht der Wunsch nach einem Fahrrad. Warum? Ganz einfach: Mit einem Fahrrad ist man mobil und kann seinen neuen Wohnort Elmshorn unkompliziert erkunden. Man muss keinen schwer verständlichen Busfahrplan verstehen oder ohnehin knappes Geld für Fahrkarten ausgeben. Allerdings sind fahrtüchtige gebrauchte Fahrräder in Elmshorn gar nicht so leicht zu ergattern. Eigentlich verweisen wir die Flüchtlinge immer an das Sozialkaufhaus, wo gebrauchte und instandgesetzte Fahrräder gegen einen kleinen Obolus verkauft werden. Doch in letzter Zeit gibt es dort nur noch selten gebrauchte Fahrräder zu kaufen – und bis zur nächsten Fahrradversteigerung des Fundbüros ist es noch eine ganze Weile hin. Weiterlesen


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Mit der Fähre Kronsnest über die Krückau: Das muss man erlebt haben!

Ein besonders uriges Highlight in Elmshorn ist die kleinste Fähre Deutschlands und zugleich einzige handbetriebene Fähre in Schleswig-Holstein, mit der man von Seester nach Neuendorf (und umgekehrt) über die Krückau übersetzen kann.

Heute haben mein Mann und ich das überraschend schöne Wetter für eine kleine Fahrradtour nach Kollmar, verbunden mit einer Fahrt mit der putzigen Fähre Kronsnest, genutzt. So eine Überfahrt muss man als Elmshorner oder als Besucher dieser Stadt unbedingt mal erlebt haben. Denn immerhin ist diese Fähre die kleinste Fähre Deutschlands. Nicht jedes kleine Boot, mit dem man von einer Uferseite zur anderen übersetzt, darf sich Fähre nennen. Auch wenn die Krückau kein reißender Strom ist und die Überfahrt absolut harmlos anmutet, muss das Boot für eine Betriebserlaubnis als Fähre denselben Vorschriften genügen wie große Fährschiffe auch, außerdem muss der Fährmann vor einer amtlichen Kommission eine Prüfung ablegen und erhält dafür den Führerschein für Personenbeförderung. Weiterlesen


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Meine absolute Lieblingsstrecke: Mit dem Rad am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk

Kaum passiert man das Ortsschild und fährt den Krückaudeich entlang, begegnen einem viele Schafe, einige Spaziergänger und Radfahrer und nur wenige Autos.

Im Sommer 2014 habe ich mir ein Rennrad gekauft, um beim nächsten Volkstriathlon noch ein bisschen besser als mit meinem Tourenrad aufgestellt zu sein. Seither erkunde ich geeignete Rennradstrecken in und um Elmshorn. Die bislang schönste führt am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk. Man gelangt dorthin, wenn man von der Innenstadt aus auf der Westerstraße an den Stadtwerken vorbei radelt und dann rechts auf die Heinrich-Hertz-Straße abbiegt. Bei der nächsten Straßengabel rechts halten, und schon ist man am Deich. Weiterlesen