Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Ich will kein Spielverderber sein – aber diese Studie überzeugt mich nicht…

Elmshorn erreicht beim „Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) einen spektakulären Platz 31 von insgesamt 10.817 untersuchten Gemeinden. Ich kann ja verstehen, dass sich Lokalpresse und Stadtmarketing angesichts dieses tollen Rankings vor Freude überschlagen. Aber ich finde die Schlüsse, die angesichts der Methodik aus der Studie gezogen werden, doch ein bisschen fragwürdig.

Natürlich ist Elmshorn nicht so schlecht wie es in den Facebook-Kommentarspalten geredet wird. Ich bin weit entfernt davon, mich diesen ewig schlechtgelaunten Menschen anzuschließen, die immer und überall etwas zu meckern haben. Mir gefällt es insgesamt gut in dieser Stadt, ich lebe sehr gern hier. Das liegt an den kurzen Wegen, der Nähe zur Elbe und zu Hamburg, aber vor allem den tollen Menschen hier, die in Sachen zivilgesellschaftliches Engagement und kulturellen Angeboten wirklich einiges auf die Beine stellen. Das möchte ich einmal vorausschicken, bevor ich kritischere Töne anschlage.

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Dauenhof, Dauenhof… ich höre immer nur Dauenhof!

Bis vor einer Weile hatte ich noch nie von Dauenhof, einem Ortsteil von Westerhorn, gehört. Dann halfen wir einem verloren wirkenden jungen Mann am Elmshorner Bahnhof, den richtigen Zug nach Dauenhof zu finden – und auf einmal lese ich seltsamerweise beinahe täglich über diesen kleinen Ort.

Ende Juli hatten wir Besuch von meinem Bruder mitsamt seiner Familie. Unsere Gäste hatten Karten für das Musical Aladdin, und wir fuhren zusammen mit der Bahn nach Hamburg. Als wir am späten Abend zurück nach Elmshorn kamen und am Bahnhof aus dem Zug ausstiegen, saß auf dem Mauervorsprung vor den Treppen hinunter in den Bahnhofstunnel ein junger Mann, Kopfhörer in den Ohren, ein wenig verloren dreinblickend. Dem Aussehen nach möglicherweise aus Afghanistan stammend. Als er uns vorbeigehen sah, sprach er uns in sehr gebrochenem Deutsch an: „Zug nach Dauenhof?“ Weiterlesen