Genau heute vor einem Jahr habe ich meinen ersten Blogbeitrag hier unter dem Titel „Elmshorn für Anfänger“ veröffentlicht. Ich muss sagen, dass dieses Blog mit dazu beigetragen hat, dass ich vielleicht gar kein so blutiger Elmshorn-Anfänger mehr bin. Denn was auch immer ich mir hier in dieser Stadt anschaue oder erlebe, ich habe nun immer im Hinterkopf, dass sich daraus vielleicht ein Blogbeitrag machen ließe. Und dann schaue ich automatisch ein wenig wacher, neugieriger hin und frage vorsichtshalber einmal mehr nach, um was es eigentlich geht. Im vergangenen Jahr habe ich mich sehr über die positive Resonanz auf mein Blog gefreut und bedanke mich bei meinen Lesern, dass sie hier regelmäßig vorbeischauen. Ich verspreche euch: Ich habe noch jede Menge Ideen für Themen, die ich hier im nächsten Jahr aufgreifen möchte. 🙂
Schlagwort-Archive: Elmshorn
Was wird denn nun aus dem Elmshorner Hallenbad?
Seit ein paar Tagen brodelt die Gerüchteküche in Elmshorn: Wird das seit Mai 2015 geschlossene Hallenbad am Ende überhaupt nicht mehr seine Türen öffnen und ganz abgerissen, um einem Neubau zu weichen? Und wer soll das alles bezahlen?
Das Elmshorner Hallenbad ist nun schon seit beinahe fünf Monaten geschlossen. Ende Mai war eine Besucherin auf seltsame schwarze Teerbrocken aufmerksam geworden, die zwischen den Fugen des großen Beckens hervorquollen. Zunächst hieß es, man werde die Funde untersuchen, das Becken sanieren und dann nach der Sommerpause wieder eröffnen. Vergangenen Mittwoch war in den Elmshorner Nachrichten dann allerdings eine Hiobsbotschaft zu lesen: „Hallenbad Elmshorn – Nicht vor 2017 wieder offen“ Die Mängel an der technischen Einrichtung seien so groß und die Sanierung so teuer (in dem Artikel ist von 4 Millionen allein für die Instandsetzung die Rede), dass in der Politik sogar über einen möglichen Neubau diskutiert werde. Weiterlesen
Sowas darf gern wieder stattfinden: Erstes SoFie Festival in Elmshorn
SoFie steht für „Songwriter Festival in Elmshorn“ und hat an diesem Wochenende eine gelungene Premiere gefeiert. Wir waren bei den beiden Auftakt-Konzerten von The Caper und Paint the Clouds im Kranhaus dabei.
Das Blöde und gleichzeitig Schöne an einer kleineren Stadt ist ja, dass sie ein bisschen kleiner ist als eine große Stadt. Das merkt man auch an ihrer Musikszene. Ich bin zwar weit davon entfernt, eine regelmäßige Konzertgängerin zu sein und habe als bekennende Ü-Vierzigerin auch längst den Überblick verloren darüber, wer grad neu und cool ist (wenn ich ihn denn jemals hatte). Aber auch mir fällt es auf, wenn in Elmshorn auf einmal überall Plakate hängen, auf denen für ein ominöses „SoFie“ (das steht kurz für: Songwriter Festival in Elmshorn) geworben wird. Weil es ein zweitägiges Festival, bei dem man mit einem Ticket 9 Bands bzw. Künstler in 5 verschiedenen Locations (Kranhaus, Apollo-Kino, Sparkasse, Nikolai-Kirche und Jim Coffee) sehen kann, einfach nicht oft gibt. Weiterlesen
Und es gibt sie doch: Krähenangriffe in Schleswig-Holstein
Vor einer Weile bekam ich von der Polizei Schleswig-Holstein die Auskunft, dass in ganz Schleswig-Holstein keine Angriffe von Krähen auf Menschen aktenkundig sind. Doch offenbar ist der Polizeistatistik da der „Terror durch wilde Rabenkrähen“ in Barlt durch die Lappen gegangen.
Aufmerksame Blog-Leser wissen, dass ich ein etwas getrübtes Verhältnis zu den vielen Saatkrähen habe, die in Elmshorn ihr Unwesen treiben. Sie sind laut und scheißen alles voll – und man darf (fast) nichts gegen sie unternehmen, weil sie unter Naturschutz stehen. Unklar ist, ob sie Menschen nicht nur durch die Keime in ihren Ausscheidungen gefährlich werden können (die sie gelegentlich auf den Grundstücken von Kindergärten oder Schulen hinterlassen, wo Kinder eigentlich gern draußen spielen), sondern auch durch aggressive Angriffe. In Hamburg kommen Angriffe von Krähen auf Menschen Presseberichten zufolge zwei- bis dreimal im Jahr vor. In Schleswig-Holstein hingegen wurden in den vergangenen Jahren überhaupt keine Krähenangriffe gemeldet, wie mir die Pressestelle der Landespolizei im Juni 2015 mitteilte. Weiterlesen
Glückstadt? Raa-Besenbek? Immer geradeaus. Warum man meinen Wegbeschreibungen nicht trauen sollte
Ich habe einen grottenschlechten Orientierungssinn. Sogar in Gegenden, in denen ich seit Jahren zu Hause bin, kann ich mich heillos verlaufen. Heute habe ich miese Karmapunkte gesammelt, denn ich habe einem armen Autofahrer in Raa-Besenbek versehentlich eine völlig falsche Wegbeschreibung gegeben.
Ich kann mich nicht erinnern, wo ich heute mit meinen Gedanken war, als ich am frühen Nachmittag eine kleine 5-Kilometer-Laufrunde einlegte. Jedenfalls war ich nur physisch auf der Siethwender Chaussee in Raa-Besenbek Richtung Bullendorf unterwegs, als auf einmal ein Autofahrer neben mit anhielt, um mich nach dem Weg zu fragen. Ein silberfarbener Touran oder ein ähnlich dimensioniertes Gefährt. Der Mann hatte einen glattrasierten Schädel, möglicherweise ein Tatoo im Nacken, sah aber trotzdem nicht unsympathisch aus. Im Fenster seiner Rückbank hing ein schwarzer Anzug mit weißem Hemd und Krawatte in einer Schutzhülle. Offenbar war er zu einem festlichen Termin unterwegs. „Wo geht es hier zu Alten Ziegelei? Bin ich hier richtig?“, fragte er mich. Weiterlesen
Bahnfahren ab Elmshorn: Warum kennt der Automat keinen Bahncard-Rabatt?
Im Alltag sind es ja oft die kleinen Sachen, die einem entweder Freude bereiten oder einen mächtig ärgern. Mich hat neulich der Fahrkartenautomat auf dem Bahnsteig am Elmshorner Bahnhof geärgert, wo es schlicht unmöglich war, auf eine Fahrt nach Neumünster Bahncard-Rabatt zu bekommen.
Bahnhof Elmshorn, der Bahnsteig von Gleis 1, vergangenen Freitag irgendwann am Nachmittag. Ich wollte nach Neumünster fahren, weil mein Mann und ich zu einer Feier in Schafflund eingeladen waren und er mich auf dem Heimweg von der Arbeit am besten in Neumünster einsammeln konnte. Ich war (mal wieder) etwas knapp dran und hatte keine Zeit mehr gehabt, mir vom Rechner aus online ein Ticket zu buchen. Doch man sollte ja meinen, dass man auch am Fahrkartenautomat alle Optionen hat und eine Fahrt mit Bahncard50-Tarif buchen kann. Leider ein Trugschluss. Weiterlesen
Industriemuseum Elmshorn: Streifzug durch Maragarineproduktion, Hafenlärm und Schulstube
Elmshorn ist ganz unverkennbar eine Industriestadt. Fast an jeder Kreuzung weist ein Schild in irgendein Industriegebiet. Folgerichtig heißt das Elmshorner Heimatmuseum auch „Industriemuseum“. Vor einer Woche war ich zum ersten Mal dort – zusammen mit etlichen Elmshorner Neubürgern über das Willkommensteam für Flüchtlinge.
Willkommensteam Elmshorn: Wir sammeln Fahrräder für Flüchtlinge
Wer ein Fahrrad hat, kann sich leichter mit Elmshorn vertraut machen, in die 5 Kilometer entfernte Ausländerbehörde gelangen und zum Sprachkurs radeln. Es ist also gut, wenn Flüchtlinge Fahrräder haben . Doch leider sehen das nicht alle Menschen in Elmshorn so.
Wenn wir vom Willkommensteam Flüchtlinge fragen, was sie am dringendsten benötigen, dann bekommen wir zuallererst die Antwort: „Ich möchte einen Deutschkurs besuchen!“ Doch gleich an zweiter Stelle steht der Wunsch nach einem Fahrrad. Warum? Ganz einfach: Mit einem Fahrrad ist man mobil und kann seinen neuen Wohnort Elmshorn unkompliziert erkunden. Man muss keinen schwer verständlichen Busfahrplan verstehen oder ohnehin knappes Geld für Fahrkarten ausgeben. Allerdings sind fahrtüchtige gebrauchte Fahrräder in Elmshorn gar nicht so leicht zu ergattern. Eigentlich verweisen wir die Flüchtlinge immer an das Sozialkaufhaus, wo gebrauchte und instandgesetzte Fahrräder gegen einen kleinen Obolus verkauft werden. Doch in letzter Zeit gibt es dort nur noch selten gebrauchte Fahrräder zu kaufen – und bis zur nächsten Fahrradversteigerung des Fundbüros ist es noch eine ganze Weile hin. Weiterlesen
Obsthof Früchtenicht und Tischlerei Holzfeind: Lustige Firmennamen in Elmshorn
Elmshorn hat nicht nur Straßen- und Ortsteilnamen zu bieten, die einen stutzen lassen – siehe Sibirien, Walfängerweg, Südpol oder Sommerland. In und um unsere Stadt haben sich auch eine Reihe von Unternehmen mit lustigen Namen angesiedelt.
In letzter Zeit habe ich meine schöne Liste ein wenig vernachlässigt, doch eigentlich sammele ich ja lustige Namen von Leuten. Ihr wisst schon, Namen wie Rosa Schlüpfer oder Axel Schweiß, nur eben von realen Menschen. Meine Sammlung umfasst schöne Exemplare wie den Chirurg Bernd Stechemesser aus Köln (den ich zum Glück persönlich kenne, und den ich für gänzlich ungefährlich halte, auch wenn der Name sicherlich so manch einen abschreckt). Oder den Proktologe Dr. Horst Loch aus Berlin, ebenfalls ein sehr netter und kompetenter Chirurg. (Für alle, die sich mit medizinischer Terminologie nicht so auskennen: Proktologen beschäftigen sich mit dem Popoloch und allem, was so an Wehwehchen dazugehört.) Oder die Firma Kotzenberg, die im Lipperland einige Filialen betreibt und bei der man Berufstextilien mieten kann. Das Bestattungsinstitut Schade aus Nordhausen zählt natürlich auch dazu. Weiterlesen
Krähenangriffe: Hitchcock’s „Die Vögel“ auch bei uns in Elmshorn?
Vor einer Woche berichtete das Hamburger Abendblatt über Angriffe von Kräheneltern auf Passanten, die sich den Jungtieren genähert hatten. Und ich habe gleich einmal die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet, mit der so etwas auch in Elmshorn mit seiner großen Krähenpopulation passieren kann.
Zwei- bis dreimal im Jahr passiert so etwas in Hamburg: Krähen fliegen im Sturzflug auf Passanten nieder und attackieren sie mit Krallen und Schnäbeln. Nicht einmal von der Polizei lassen sie sich davon abhalten, so dass sie letztlich im ausbruchsicheren Käfig abtransportiert werden müssen. Vor einer Woche berichtete das Hamburger Abendblatt über einen solchen Falll: Ein Ehepaar wurde von Krähen angegriffen, weil es sich einem aus dem Nest gefallenen Jungtier genähert hatte, das am Rand des Gehsteigs im Gras kauerte. In der Bildergalerie zum Artikel kann man sehen, dass andere Passanten sich mit einem Regenschirm vor dem wildgewordenen Elterntieren schützen mussten. Weiterlesen













