Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Essen gehen in Elmshorn: Hier ist mal ein Update fällig!

Wenn ich gelegentlich in die Klick-Statistik für dieses Blog schaue, dann sehe ich, dass der mit Abstand am häufigsten gelesene Beitrag ein Artikel über meine Lieblingsrestaurants in Elmshorn ist. Allerdings hat sich seit Februar 2016, als ich diesen hitverdächtigen Blogbeitrag geschrieben habe, einiges getan. Deshalb habe ich die Liste meiner Lieblingsrestaurants einmal überarbeitet.

Nach wie vor fällt mir auf, dass viele Leute in Elmshorn unzufrieden mit der hiesigen Gastronomie sind. „Hier kann man nicht gut Essen gehen“, höre ich weiterhin häufiger einmal. Klar ist: Mit dem kulinarischen Angebot der nahegelegenen Metropole Hamburg kann Elmshorn natürlich nicht mithalten. Und einen Sternekoch hat es bislang auch nicht hierher verschlagen. Aber in Elmshorn und Umgebung habe ich dennoch mittlerweile ganze Reihe von Restaurants getestet und für gut befunden. Hier findet ihr einmal meine Auswahl und kurze Bewertung (in alphabetischer Reihenfolge). Weiterlesen


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Lokales Craftbeer vom Brewing Pack auf dem Vormarsch: Elmshorner Blondes ist jetzt im Verkauf!

Das lange Warten hat ein Ende – seit diesem Wochenende kann man das neue Craftbeer „Elsmhorner Blondes“ nicht nur im Ausschank im Broderick, sondern auch flaschenweise kaufen. Ich habe die Macher von der kleinen Brauerei „Brewing Pack“ heute beim Edeka Hayunga getroffen.

Schon im Juni konnte man in den Elmshorner Nachrichten lesen, dass es nach 100 Jahren Pause in Elmshorn endlich wieder eine eigene Brauerei gibt, die in Kürze damit starten will, ihr Craftbeer im Broderick auszuschenken und über Edeka Hayunga zu vertreiben. Da ich natürlich immer auf der Suche nach spannenden lokalen Themen bin, fragte ich bei meinem nächsten Einkauf bei Edeka gleich einmal nach, wann es das neue Bier denn zu kaufen gibt. Man erklärte mir, das hätte vielleicht besser noch nicht in der Zeitung gestanden, weil in Sachen Vertrieb noch längst nicht alles geklärt sei. Doch wenn es soweit sei, dann wolle man auf jeden Fall eine Sonderfläche mit dem Bier bestücken, damit man die Neuheit auf keinen Fall verpasst. Und dann – passierte eine ganze Weile erst einmal nichts. Zumindest nicht, was den Verkauf in Flaschen angeht. Weiterlesen


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Neuer Betreiber im Broderick: Vertraute Umgebung, neue Speisekarte

 

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich im Februar darauf kam, bei Immonet.de in den Anzeigen für Gewerbeimmobilien zu stöbern. Aber ich tat es und stieß dabei auf eine Vermietungsangebot für das Ladenlokal des Irish Pub Broderick in Elmshorn. Aber keine Panik – das Broderick lebt weiter. Mit neuem Betreiber, vertrauter Einrichtung und neuer Speisekarte. Gestern habe ich sie getestet.

Als ich am 22. Februar die Immonet-Anzeige verwundert auf der Facebook-Seite dieses Blogs gepostet und gefragt hatte, ob irgendwer weiß, was es damit auf sich hat, hatte ich ziemlich schnell Antworten auf die Frage „Was wird aus dem Broderick?“. Es meldete sich nämlich fix der neue Betreiber, der mir mitteilte, er habe das Lokal übernommen, renoviere es gerade und starte dann im März mit neuer Speisekarte, aber unverändertem Flair eines Irish Pubs. Beef, Burger, Mittagstisch, überwiegend regionale Zutaten, Live-Musik und Themenabende. Und schwupp war die Anzeige im Immonet auch schon wieder verschwunden. Weiterlesen


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Leckere Tapas beim spanisch-portugiesischen Restaurant „Porto Banùs“

Wer meinem Blog schon länger folgt, der weiß, dass ich gern essen gehe, ebenso gern neue Restaurants teste und dann häufig auch darüber blogge. Nun ist mir vor kurzem im Vorbeiradeln in der Friedensstraße ein neues spanisch-portugiesisches Restaurant aufgefallen, das mich neugierig machte. Inzwischen hat das Porto Banùs bei mir und meinem Mann den ersten Test erfolgreich bestanden.

Für leckere spanische Tapas muss man nach Hamburg-Bahrenfeld ins Altamira fahren. Dachte ich, bis ich das El Toro de Oro in Uetersen entdeckte, wo mein Mann Christoph und ich am Abend vor meinem Geburtstag dieses Jahr Tapas satt für 18 Euro pro Person futterten (After-Work-Angebot immer montags bis donnerstags) und uns freuten, dass man von Elmshorn aus doch nicht ganz so weit fahren muss, wenn man Lust auf spanische Küche hat. In Elmshorn selbst hatten wir allerdings noch kein spanisches Tapas-Restaurant entdeckt. Weiterlesen


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Neues Wort für Fressmeile? Food Truck Festival!

Food Trucks sind ja der neue Trend. Man nehme einen alten Imbisswagen, bemale ihn irgendwie cool, lasse Musik laufen und serviere ein paar angesagte neue Trendgerichte – und schwupp, kann man jedes Essen für 2 Euro mehr verkaufen als vorher mit einem gewöhnlichen Imbisswagen drin gewesen wäre.

Dieses Geschäftsmodell funktionierte auch beim gestrigen Food Truck Festival am Grauen Esel ganz gut. Bei schönstem Wetter kamen hier eine Menge Leute auf dem Parkplatz vor dem Kino zusammen, um sich einmal die Fressmeile rauf- und runterzufuttern. Außerdem wurden die von allen möglichen Firmen, Schulen und Institutionen bemalten lebensgroßen Esel erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, die dem Industriegebiet am Grauen Esel ein bisschen mehr Pep verleihen sollen. Weiterlesen


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Tipps für Exil-Elmshorner: Wo kaufe ich graue Erbsen?

Wer nicht (mehr) in Elmshorn lebt, hat es gar nicht so leicht, die hiesige Tradition des Graue-Erbsen-Essens in der Faschingswoche aufrecht zu erhalten. Ich habe mich einmal im Netz umgeschaut, wo man die Hülsenfrüchte online kaufen kann.

Sogar die Wikipedia weiß, dass das Graue-Erbsen-Essen am Faschingsdienstag eine Tradition ist, die man außerhalb Elmshorns und Umgebung nirgends findet. Und auch generell stehen graue Erbsen (auch Kapuzinererbsen oder braune Erbsen genannt) nur in wenigen Regionen auf dem festen Speiseplan. Außer in Elmshorn hat man nur noch in Holland oder Ostfriesland ein gewisses Faible dafür.Wer außerhalb der Elmshorner Stadtgrenzen graue Erbsen kaufen will, wird deshalb im lokalen  Supermarkt in der Regel nicht fündig. Weiterlesen


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Graue Erbsen: Dieses Jahr waren wir im EMTV-Turnerheim

Einer der vielen Kommentare auf meinen Blogbeitrag zur Elmshorner Restaurant-Szene vor ein paar Tagen lautete: „Ich bin schon mal gespannt, wo du in diesem Jahr graue Erbsen essen gehst!“ Uff, darüber hatte ich mir noch so gar keine Gedanken gemacht! Wie gut traf es sich da, dass mein Mann und ich nach dem gestrigen Schwimmtraining zu faul zum Kochen waren und ohne Reservierung auf Verdacht im EMTV-Turnerheim vorbeischauten.

Im EMTV-Turnerheim, auf das ich erstmals bei der Einweihung der neuen EMTV-Sporthalle aufmerksam geworden bin, gibt es diese gesamte Woche über graue Erbsen satt für 9,50 Euro. Und wenn ich sage „satt“, dann meine ich auch „satt“. Mit Kasseler, Kochwurst, Schweinebacke, Salzkartoffeln und Speckstippe, wie es sich gehört. Wir waren zunächst unsicher, ob wir es wagen sollen, ohne Reservierung aufzukreuzen. Denn schließlich herrscht zur graue-Erbsen-Zeit regelmäßig Ausnahmezustand in der hiesigen Gastronomie. Alle Lokale sind randvoll, vielerorts hat man nur mit Reservierung eine Chance auf einen Tisch. Weiterlesen


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„In Elmshorn kann man nicht gut Essen gehen!“ – Einspruch: Ich finde, das stimmt nicht!

Es gibt eine Fraktion hartnäckiger Elmshorn-Mäkler, die an allem und jedem etwas auszusetzen haben – selbst wenn sie zum Teil schon jahrzehntelang hier leben und eigentlich wissen müssten, dass ihre Haltung ein bisschen arg einseitig ist. Das gilt auch für die Beurteilung der hiesigen Restaurantszene. Ich wiederum finde die gar nicht so schlecht. Hier meine persönliche Favoritenliste.

Elmshorn hat bei vielen seiner Bewohner einen schweren Stand. Das ist mir schon aufgefallen, als ich 2012 gerade hierher gezogen war. In einem meiner ersten Blogbeiträge habe ich schon darüber geschrieben: Wann immer ich erwähnte, dass ich von Hamburg nach Elmshorn gezogen bin, stieß ich auf pures Unverständnis: „Warum in aller Welt sind Sie denn gerade hierher gezogen?“ Das kann einen als Neubürger schon ein wenig verunsichern. Zum Glück habe ich mich nicht davon abschrecken lassen und im Gegenteil beschlossen, über mein Leben in Elmshorn zu bloggen und auf diese Weise meine ganz persönlichen Eindrücke festzuhalten, was mir hier in Elmshorn gefällt und was eher nicht so toll ist. Weiterlesen


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Elmshorner Graue Erbsen 2015: Wir haben sie nachgekocht!

Das Rezept, das mir eine Blog-Leserin vor einer Weile geschickt hat, ist überhaupt nicht kompliziert. Doch weil die Erbsen einen Tag quellen und dann immer noch zwei Stunden lang kochen müssen, bleibt meine gewohnte Spontanität in der Küche ein wenig auf der Strecke.

Nachdem wir am Ende der Faschingswoche doch noch die Gelegenheit hatten, in Sparrieshop Graue Erbsen zu essen, wollten wir uns auch einmal selbst ans Kochen wagen. Eine 500-Gramm-Packung der getrockneten Kapuzinererbsen hatte ich schon vor einer ganzen Weile gekauft. Außerdem hatte eine Blog-Leserin mir ein Rezept geschickt, das überhaupt nicht kompliziert klang. Als dann auch noch ein schönes Stück Kasseler in der Biokiste geliefert wurde, stand der Plan fest: Wir kochen deftig. Weiterlesen


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Graue Erbsen: Also ab und zu darf es auch mal was Deftiges sein…

Zum Glück wird die Elmshorner Spezialität nicht mehr nur am Faschingsdienstag serviert: Gestern Abend konnte ich im Restaurant Marone in Sparrieshoop zusammen mit meinem Mann erstmals graue Erbsen essen. Mein Fazit: Das Essen liegt trotz Schnaps etwas schwer im Magen, schmeckt aber durchaus lecker.

Anders als befürchtet, habe ich in diesem Jahr also nicht das traditionelle Elmshorner Graue-Erbsen-Essen verpasst. Während ich mit meinem Sohn einen kleinen Städteurlaub in Barcelona verbrachte, hatte mein Mann zum Glück einen Tisch im Gasthaus Marone in Sparrieshoop reserviert, wo auch am Sonnabend der Faschingswoche noch Graue Erbsen serviert wurden. Es war mein erster Besuch in diesem Restaurant (und abgesehen von ein paar Rennrad-Trainings, die mich über den Forst Sibirien auch durch Sparrieshoop geführt haben, wohl auch mein erster Besuch in dieser kleinen Gemeinde), und ich wunderte mich zunächst, warum das Restaurant von der einen Straßenseite den Namen „Kastanie“ und von der anderen Straßenseite den Namen „Marone“ trägt. Wie uns die nette Kellnerin erklärte, hatte die Vorbesitzerin des Lokals in der einen Seite (Kastanie) den Festsaal und die Kneipe für die Raucher untergebracht und den anderen Teil des Lokals, in dem das Restaurant untergebracht ist, aufwändiger renoviert und ihm den etwas edleren Titel „Marone“ verpasst. Weiterlesen