Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.

Neuer Betreiber im Broderick: Vertraute Umgebung, neue Speisekarte

Ein Kommentar

 

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich im Februar darauf kam, bei Immonet.de in den Anzeigen für Gewerbeimmobilien zu stöbern. Aber ich tat es und stieß dabei auf eine Vermietungsangebot für das Ladenlokal des Irish Pub Broderick in Elmshorn. Aber keine Panik – das Broderick lebt weiter. Mit neuem Betreiber, vertrauter Einrichtung und neuer Speisekarte. Gestern habe ich sie getestet.

Als ich am 22. Februar die Immonet-Anzeige verwundert auf der Facebook-Seite dieses Blogs gepostet und gefragt hatte, ob irgendwer weiß, was es damit auf sich hat, hatte ich ziemlich schnell Antworten auf die Frage „Was wird aus dem Broderick?“. Es meldete sich nämlich fix der neue Betreiber, der mir mitteilte, er habe das Lokal übernommen, renoviere es gerade und starte dann im März mit neuer Speisekarte, aber unverändertem Flair eines Irish Pubs. Beef, Burger, Mittagstisch, überwiegend regionale Zutaten, Live-Musik und Themenabende. Und schwupp war die Anzeige im Immonet auch schon wieder verschwunden.

Spontaner Eindruck: Hier hat sich nicht viel verändert

Dafür berichteten einen Tag später die Elmshorner Nachrichten über den Betreiberwechsel. Nachdem ich nun auf der Facebook-Seite vom neuen Broderick schon ein paar Bilder von Burgern und eine Einladung zum heutigen St. Patrick’s Day gelesen hatte, entschlossen mein Mann Christoph und ich uns gestern spontan, das neue Broderick einmal zu testen. Beim Eintreten ließ ich meinen Blick schweifen und fragte mich, wo genau denn eigentlich renoviert und umgestaltet wurde. Der Irish Pub sah ganz gewohnt wie bisher aus mit seinen Holzmöbeln, den vielen Whiskeyflaschen hinter dem Tresen und der klitzekleinen Galerie für Lokalbarden mit Gitarre, die hier immer mal live auftreten.

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Demnächst wird hier wohl ein anderer Name stehen – doch drin bleibt alles wie gewohnt

Leckere Burger in verschiedenen Varianten und Spielarten

Die Kellnerin verriet uns, dass bei der Einrichtung tatsächlich alles beim Alten geblieben sei – geändert habe sich in erster Linie die Speisekarte. Und weil der neue Betreiber den Namen „Broderick“ nicht weiterführen dürfe, werde es demnächst in „Rick’s Burger“ umbenannt. Obwohl mit Sicherheit jeder (einschließlich des Personals) weiter „Broderick“ sagen werde. Auf der Speisekarte dann tatsächlich viele Burger unterschiedlichster Machart, die man sich individuell konfigurieren kann (Brotsorte, Fleisch-Patty medium oder well done, die Beilagen kosten extra, zum Beispiel normale oder Porno-Pommes etc.). Interessant fand ich die Lowcarb-Variante mit Portobello-Pilzen anstelle des klassischen Burger-Brötchens – schließlich versuche ich im Alltag Kohlenhydrate zu reduzieren, damit mein Blutzucker nicht verrückt spielt. Süßkartoffel-Pommes UND Brötchen müssen dann nicht unbedingt sein.

Darf ich Ihnen die Karte bringen? Was wollt ihr bestellen?

Ich entschied mich für einen Lowcarb-Cheeseburger mit Portobello-Pilzen, dazu Süßkartoffel-Pommes (ohne Porno – sprich: Röstzwiebeln, Jalapenos und noch ein bisschen mehr Gedöns – dafür aber mit Dip), Christoph wählte den Dreikäsehoch-Burger mit normalen Kartoffel-Pommes. Dazu gab es alkoholfreies Hefeweizen für ihn und Guiness für mich. Lustig fanden wir, dass sich die Kellnerin die ganze Zeit nicht so recht entscheiden konnte, ob sie uns siezen oder duzen soll. Ich weiß, dass man im Broderick eigentlich eher konsequent geduzt wird – aber wir sahen offenbar schon so alt aus, dass sie das lieber nicht einfach so riskieren wollte. Es wurde ein etwas unbeholfener Mix aus „Du“ und „Sie“, der mich über mein Aussehen und die Wahl meiner Antifalten-Creme nachdenken ließ.

Leider mussten wir ein paarmal an unsere Bierbestellung erinnern

Die Burger waren prima, der Portobello-Pilz gab einen überraschend guten Brötchen-Ersatz ab: Ein Pilzhut ist beinahe so groß wie eine Brötchenhälfte, zwei der Hüte ergeben die Außenhaut des Burgers, und das Ergebnis ist wirklich lecker. Auch die Süßkartoffel-Pommes schmeckten gut. Lediglich die Nachbestellung unserer Getränke klappte nicht reibungslos: An mein zweites Guiness mussten wir das vorbeilaufende Personal mehrmals erinnern, und dann stand es erst eine ganze Weile fertig gezapft am Tresen herum, bevor jemand es zu mir an den Tisch brachte. Auch das nächste alkoholfreie Hefeweizen für Christoph brauchte eine ganze Weile, weil das Theken-Team anscheinend noch nicht perfekt aufeinander eingespielt war.

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So sieht ein Burger mit Portobello-Pilz statt Brötchen aus

Wir haben für den Abend mit zwei Burgern inkl. Pommes und insgesamt fünf Bier 44 Euro gezahlt, da kann man nicht meckern. Was die Getränkebestellungen angeht, denke ich, dass dies Anfangsschwierigkeiten sind, die sich mit der Zeit sicher legen werden. Insofern kann ich euch alle nur ermuntern, dem neuen Broderick einmal einen Besuch abzustatten und es euch schmecken zu lassen!

Ein Kommentar zu “Neuer Betreiber im Broderick: Vertraute Umgebung, neue Speisekarte

  1. Da wäre ich ja glatt mitgekommen,.🙄 Danke für den Bericht. Ich wollte schon immer mal ins Broderick. 👍

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