Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Was haben Grönland und Sibirien in einer norddeutschen Kleinstadt zu suchen?

Mein Orientierungssinn ist nicht sonderlich ausgeprägt, entsprechend häufig verlaufe oder verfahre ich mich im Alltag. Einen richtigen Schreck jagte mir deshalb das Ortsschild „Sibirien“ ein – es begegnete mir, als ich das erste Mal nichtsahnend die Wittenberger Straße in Elmshorn entlang fuhr.

Wer in Elmshorn aufgewachsen ist oder bereits länger hier lebt, der stolpert vermutlich längst nicht mehr über einige eigentümliche Ortsteil- oder Straßennamen. Doch als Neuling muss man unweigerlich stutzen, wenn man beim Erkunden der neuen Heimat auf einen Ortsteil „Sibirien“ stößt. (Habe ich mich etwa verfahren? Wie konnte das passieren? Mein Orientierungssinn hat mich ja schon oft getrogen – aber gleich so weit ab vom Schuss?). Oder auf Straßennamen wie Robbenschlägerweg, Walfängerstraße, Am Eiskeller und Grönlandstraße. (Ein Ortsteil der Elmshorner Nachbargemeinde Sommerland heißt sogar tatsächlich Grönland…) Warum bezieht man sich an so vielen Stellen auf diese doch eher frösteligen Regionen unseres Planeten? Was hat das alles mit der norddeutschen Kleinstadt Elmshorn zu tun? Weiterlesen


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Gute Nachrichten für Neubürger: Das alte Kfz-Kennzeichen darf bleiben!

Wer ab jetzt von auswärts in den Kreis Pinneberg zieht, muss nicht mehr zwangsläufig das Kfz-Kennzeichen „PI“ an sein Auto schrauben – und hat damit eine faire Chance, für andere weiterhin als guter Autofahrer zu gelten.

Seit Jahresbeginn 2015 können Autofahrer ihr Kfz-Kennzeichen bundesweit mitnehmen, wenn sie an einen anderen Ort ziehen. Bislang war das nur bei einem Umzug innerhalb der Landesgrenzen möglich. Das Hamburger Abendblatt titelte im Pinneberger Regionalteil daher „Ein Stück Hamburg in Pinneberg“ und schrieb: „Welcher Hamburger, der sich für einen Umzug in den Kreis Pinneberg entscheidet, wird freiwillig das HH am Auto gegen ein PI tauschen, wenn er nicht muss?“ Weiterlesen


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Rückblick: Das war mein Jahr 2014 in Elmshorn

Gut zwei Jahre nach meinem Umzug hierher gab es 2014 eine ganze Menge Dinge, die ich hier erlebt habe, über die ich gestaunt, mich gefreut oder mich geärgert habe. Und einiges, das ich verpasst und mir deshalb für 2015 vorgenommen habe!

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu, und aus diesem Anlass möchte ich auch in meinem Blog an die schöne Tradition des Jahresrückblicks anknüpfen. Was also hat sich in 2014 getan zwischen mir und meiner neuen Heimatstadt Elmshorn? Weiterlesen


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Willkommensteam für Flüchtlinge: Brücken schlagen unter’m Weihnachtsbaum

Geschenke für alle Kinder, deutsche Weihnachtsbräuche und ein üppiges internationales Buffet – bei einer Weihnachtsfeier für Flüchtlinge im Elmshorner Rathaus kamen sich Menschen aus über sieben Nationen näher.

Mehr als 80 Paar strahlende Kinderaugen begrüßten den Weihnachtsmann, als er am Nachmittag des 18. Dezember 2014 mit seinem großen Jutesack den Kollegiumssaal des Elmshorner Rathauses betrat. Die Kinder waren zusammen mit ihren Eltern der Einladung zur Weihnachtsfeier für Flüchtlinge gefolgt, die vom Elmshorner Amt für Bürgerbelange zusammen mit einigen Mitgliedern unseres neu gegründeten Willkommensteams organisiert worden war. Insgesamt kamen knapp 200 Menschen im Rathaus zusammen, um gemeinsam zu feiern und sich untereinander besser kennen zu lernen. Die eingeladenen Flüchtlinge stammen aus über sieben verschiedenen Nationen – vor allem Syrien, Afghanistan, Iran, der Russischen Föderation, dem Kosovo, Serbien und Albanien – und leben nach der Flucht aus ihren jeweiligen Herkunftsländern erst seit kurzer Zeit in Elmshorn. Weiterlesen


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Willkommensteam Elmshorn: Wir lernen uns kennen!

Der Kreis der Ehrenamtlichen, die Flüchtlingen in Elmshorn den Start erleichtern möchte, wächst weiter an. Nun haben sich der Gruppe auch einige Flüchtlinge angeschlossen, die bereits eine Weile hier leben und ihren Landsleuten helfen möchten, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden.

Am 27. November 2014 fand im Personalkeller des Elmshorner Rathauses ein weiteres Treffen des Elmshorner Willkommensteams für Flüchtlinge statt, über das ich hier vor einer Weile schon berichtet hatte. Es waren seit dem letzten Treffen noch einige neue Gesichter dazugekommen. Besonders freuten wir uns, dass unter den „Neuen“ auch einige Flüchtlinge aus Syrien, Palästina, Afghanistan und Iran waren, die bereits seit einer Weile hier in Elmshorn leben und inzwischen genug Deutsch gelernt haben, um neu eintreffenden Landsleuten ebenfalls beim Überwinden kultureller und sprachlicher Barrieren helfen zu können. Darunter übrigens auch der Syrer Renas Murad, über dessen Flucht in einem Schokoladentransporter kürzlich auch in den Elmshorner Nachrichten zu lesen war. Für mich war der 27. November seit geraumer Zeit das erste Mal, dass ich wieder Gelegenheit hatte, Farsi (Persisch) zu sprechen. Meine Güte, ich war ganz schön eingerostet und musste tief in meinen Hirnwindungen nach Vokabeln suchen, die mir früher ganz leicht auf der Zunge lagen. Doch das wird sich im Laufe der Zeit sicher wieder bessern, auch darauf freue ich mich. Weiterlesen


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Tolle Azubi-Aktion in Elmshorn: Drei-Gänge-Menü mit Bedienung und Kerzenschein bei McDonald’s

In einer bundesweit bislang einzigartigen Aktion servierten Azubis zur Fachkraft Systemgastronomie Gästen in der Elmshorner Filiale von McDonald’s ein Drei-Gänge-Menü und trainierten auf diese Weise Service und Bedienung am Tisch.

Stell dir vor: Du gehst zu McDonald’s, und an der Tür hängt ein Schild „Heute geschlossene Gesellschaft“. Durch die Fenster siehst du ordentlich eingedeckte Tische mit brennenden Kerzen, Tischtüchern, Weingläsern und zweierlei Besteck – wie in einem gehobenen Restaurant. Kellner laufen herum und bringen den Gästen Vorspeise, Hauptgang und Dessert, während im Hintergrund ein Mann am Piano spielt. Seltsame Vorstellung? So ging es mir auch, als ich durch eine Anzeige im Lokalanzeiger auf die Aktion „Dinner Night Royal“ der Elmshorner McDonald’s Filiale am 13. November 2014 aufmerksam wurde. Weiterlesen


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Hurra, der neue Netto am Flamweg ist da!

Wie ereignislos muss mein Leben wohl sein, dass ich mich schon seit Wochen auf die Eröffnung eines Discounters in meiner Nachbarschaft freue?

Es gibt sicherlich weltbewegendere Ereignisse als die Eröffnung eines Discount-Supermarktes. Doch seit diesen Sommer die alte Lagerhalle eines Getränkemarktes an der Ecke Flamweg/Kaltenhof abgerissen wurde, bin ich tagein tagaus Zeuge aller Abriss-, Erd- und Bauarbeiten zur neuen Netto-Filiale geworden. Der Abriss des alten Gebäudes begann nämlich ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als ich mein externes Büro aufgegeben und meinen Arbeitsplatz ins häusliche Arbeitszimmer verlagert hatte. Es war nicht zu überhören, da wurde eine Menge Schutt zerkloppt. Auch in den Wochen und Monaten darauf gab es zum obligatorischen Rasenmäher- und Nachbarschaftslärm immer ein paar Dezibelchen Baulärm dazu: Da wurde jeden Tag mit schwerem Gerät unüberhörbar gebaggert, planiert, Material angeliefert, ein Gebäude errichtet, ein Parkplatz gepflastert. Insofern hatte ich ein ganz natürliches Interesse am Fortschritt dieses Projekts. Weiterlesen


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Brückenschlag nach Osten: Mit dem Hauptmann von Köpenick durchs Baltikum

In Elmshorn ist die Dittchenbühne eine Institution. Nun habe auch ich endlich einmal eine Aufführung besucht und mir von ihrem Leiter von der Tournee mit dem „Hauptmann von Köpenick“ durch die baltischen Staaten erzählen lassen.

Dass die Elmshorner Dittchenbühne  auch den Namen Forum Baltikum trägt, war mir bekannt. Doch was es mit diesem Namen auf sich hat und was die Laienschauspieler der Theatergruppe der Dittchenbühne so alles auf die Beine stellen, wusste ich nicht. Zumindest nicht bis zum 6. November 2014, als ich die vorletzte Aufführung des „Hauptmann von Köpenick“ dort erleben und mit dem Leiter und einigen Ensemble-Mitgliedern sprechen durfte. Weiterlesen


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Meine absolute Lieblingsstrecke: Mit dem Rad am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk

Kaum passiert man das Ortsschild und fährt den Krückaudeich entlang, begegnen einem viele Schafe, einige Spaziergänger und Radfahrer und nur wenige Autos.

Im Sommer 2014 habe ich mir ein Rennrad gekauft, um beim nächsten Volkstriathlon noch ein bisschen besser als mit meinem Tourenrad aufgestellt zu sein. Seither erkunde ich geeignete Rennradstrecken in und um Elmshorn. Die bislang schönste führt am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk. Man gelangt dorthin, wenn man von der Innenstadt aus auf der Westerstraße an den Stadtwerken vorbei radelt und dann rechts auf die Heinrich-Hertz-Straße abbiegt. Bei der nächsten Straßengabel rechts halten, und schon ist man am Deich. Weiterlesen


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Bunte Fassaden: Elmshorn beweist viel Mut zur Farbe!

Wer von einem Industriestandort vor allem graue Fassaden erwartet, der irrt! Elmshorner Hausbesitzer greifen gern in viele verschiedene Farbtöpfe.

Noch habe ich nicht hinter besonders viele Fassaden dieser Stadt blicken können. Aber auch von außen wird dem Auge ja einiges geboten: Viele Elmshorner Hausbesitzer beweisen bei der Fassadengestaltung ganz klar Mut zur Farbe. Wer also von einem Industriestandort vor allem graue Fassaden erwartet, der irrt! Bei einem kleinen Streifzug durch die Innenstadt entdeckte ich Hauswände in den Farbtönen Fuchsia, Vanille, Mint, Kirschrot, Orange, Maisgelb, Aubergine, Ocker, Zinnoberrot, Coelinblau (um diesen Farbton zu identifizieren, habe ich mich auf den Seiten des Versandhandels für Künstlerbedarf Boesner herumgetrieben…), Signalrot, Tintenblau, Bordeaux, Grasgrün, Pistazie, Lisa und Gelb. Weiterlesen