Ich gebe es zu: Ich bin die ungekrönte Queen des Online-Shoppings. Vor unserer Haustür entstehen regelmäßig Staus aus den Lieferwagen von DHL, Hermes, UPS und DPD, die alle online bestellten Waren bei mir abliefern kommen. Doch ein ganz analoger Bummel durch die Elmshorner Innenstadt hat auch seine Vorzüge, wie ich heute mal wieder feststellen durfte.
Wann hat das eigentlich angefangen, dieses Faible für Online-Shopping? Ich glaube, es muss in der Zeit gewesen sein, als ich als alleinerziehende Mutter mit einer 30-Stunden-Arbeitswoche in einem kleinen Verlag nicht allzu viel Freiraum zum analogen Bummeln hatte. Weiterlesen →
In der WhatsApp-Gruppe unserer Bauchtanzgruppe Magnun ging es nach unserem Auftritt am vergangenen Sonnabend heiß her: „Wow, was für ein toller Abend!“ oder „Ich bin noch total geflasht“ hieß es da, es wurden Bilder und Videos ausgetauscht, bis das WLAN glühte.
Am Freitag bei der Generalprobe im Saal der Elsa-Brandström-Schule (EBS) waren noch ein paar Dinge nicht so gut gelaufen. Die Bühne ist wesentlich größer als unser Trainingsraum, so dass alle Tänzerinnen erst einmal die Dimensionen erkunden und ihre Formationen anpassen mussten. Nach jedem Tanz meinte unsere Trainerin Claudia Döring: „Ihr müsst weiter nach vorn, versteckt euch nicht hinten auf der Bühne! Nutzt die gesamte Bühne!“ Weiterlesen →
„Crazy for Dance“ heißt das neue Bühnenprogramm der Tanzgruppe Magnun, mit dem sie am Sonnabend, 20. Mai 2017 ab 19:30 Uhr in der Aula der Elsa-Brandström-Schule Elmshorn das Publikum verzaubern möchte. Die meisten Frauen in der Gruppe sind schon seit über 13 Jahren dabei – doch auch ich werde nach nunmehr 4 Jahren Bauchtanzunterricht für zumindest einen Tanz mit auf der Bühne sein.
Die langjährigen Mitglieder der Tanzgruppe Magnun (nein, nicht „Magnum“ wie das Eis, sondern „Magnun“, was auf Arabisch so viel heißt wie „verrückt“) haben schon umfangreiche Bühnenerfahrung. Sie sind beim Hafenfest sowie auf verschiedenen Bauchtanz-Festen in der Umgebung aufgetreten und haben vor ein paar Jahren eine eigene Show in der Dittchenbühne bestritten. Nun ist es also wieder soweit. Weiterlesen →
Bislang hatte ich mir nie großartige Gedanken gemacht, welche Logistik hinter einer Landtags- oder sonstigen Wahl steckt. Doch morgen ist erstmals mein Mann Christoph als Wahlhelfer bei der Landtagswahl im Einsatz. Ihn erwartet zusammen mit seinen ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen ein ganz ordentliches Pensum Arbeit, das ich der Truppe mit einem Nusskuchen wenigstens etwas versüßen möchte.
Wahlbenachrichtigung und Personalausweis einstecken, zum Wahllokal marschieren, im schlimmsten Fall ein paar Minuten Schlange stehen, Stimmzettel abholen, in der Kabine verschwinden und Kreuzchen machen. Für die meisten von uns ist der Akt des Wählens eine Sache von Minuten. Weiterlesen →
Heute war der erste richtige gefühlte Frühlingssonntag in diesem Jahr. Ein guter Zeitpunkt also, um zu beginnen, den Garten wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Und um beim Plausch mit einer Nachbarin zu erfahren, dass hier in der Umgebung offenbar Drogensüchtige durch die Gärten streifen und Hortensienblüten kappen, um sie zu rauchen.
Ich liebe Hortensien. Sie wachsen schön und gleichmäßig, blühen den ganzen Sommer hindurch wunderschön und sind extrem pflegeleicht und unempfindlich. Entsprechend haben wir im Zuge unserer Gartenumgestaltung vor knapp zwei Jahren also wieder etliche Hortensien gepflanzt und freuen uns sehr an ihnen. Bis heute trugen die Sträucher allerdings noch ihr verblühtes Winterkleid, von dem ich sie vorhin mit meiner Gartenschere befreite, um Platz für junge Triebe und neue Blüten zu schaffen. Weiterlesen →
Es gibt nicht viele Läuferinnen und Läufer, die das Glück haben, beim Sibirien-Marathon antreten zu dürfen. Genau genommen nur ein paar Dutzend von ihnen, denn mehr Startplätze gibt es nicht. Nach unserer Premiere in 2016 waren wir nun auch dieses Jahr mit einer Staffel dabei, als es am 5. Februar 2017 hieß, den See im Forst Sibirien 59 Mal zu umrunden.
Der Veranstalter des Events, Christian Hottas, hatte mich schon vor geraumer Zeit gefragt, ob er für mich und mein Team der IDAA wieder eine Staffel reservieren soll. Das war auch gut so, denn die Staffeln sind begehrt – und mehr als sechs von ihnen werden nicht zum Start zugelassen, damit die Laufveranstaltung ihren kleinen, familiären Charakter behält. Weiterlesen →
Vor knapp einer Woche wurde das Geheimnis um Elmshorns neue Stadtmarke gelüftet. Weil nun einmal jede Stadt eine Marke oder einen Slogan haben muss. Hamburg ist das Tor zur Welt, Elmshorn ist „supernormal“.
Zwei Worte, kurz und knapp, präsentiert auf magentafarbenem Hintergrund. „Elmshorn. Supernormal.“ In einer Mitteilung der Stadtverwaltung vom 26. Januar 2017 heißt es dazu: „Als erste Stadt überhaupt hat Elmshorn eine Marke entwickelt, die aus dem Wettbewerb um noch tollere, noch hübschere, noch unglaublichere Eigenschaften aussteigt. Und in den Vordergrund stellt, was heute schon wieder etwas Besonderes ist: Normalität.“
Beim Elmshorner Stadtlauf war ich dieses Jahr zusammen mit neun anderen Läufern vom Willkommensteam für Flüchtlinge am Start. Das war super. Während des Laufs musste ich allerdings erleben, wie ein älterer Herr in der Königstraße stolperte und stürzte, mitten auf’s Gesicht. Das war furchtbar. Und brachte mich ins Grübeln.
Auf den Elmshorner Stadtlauf blicke ich in diesem Jahr mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Zum einen voller Stolz, weil unsere Läufer vom Willkommensteam für Flüchtlinge so toll abgeschnitten haben. Wir hatten in den Wochen vor dem Lauf zusammen bei „Fit für den Stadtlauf“ trainiert, die Läufer aus Eritrea, Afghanistan und Syrien waren begeistert bei der Sache, die anderen Teilnehmer des Laufkurses waren nett und aufgeschlossen gegenüber den Neulingen, die beiden Trainer Stefan und Uwe machten einen super Job und dachten sich immer wieder neue Laufspiele aus, mit denen sie die Kursteilnehmer miteinander in Kontakt bringen konnten. Weiterlesen →
Vor vielen Jahren, als ich noch nicht hier wohnte, gehörte das Streuobstwiesenfest jedes Jahr zum Elmshorner Veranstaltungsjahr. Doch dann wurde es aus unerfindlichen Gründen eingestellt und erst am vergangenen Wochenende erstmals wieder aus der Taufe gehoben. Meine Bilanz: Großer Andrang, Parkplatzsuche mit dem Fahrrad, Klönschnack an jeder Ecke – und ein großer Sack selbstgepflückter Äpfe.
Als mein Mann Christoph und ich am diesjährigen Tag der deutschen Einheit uns am späten Vormittag aufmachten, um uns das neu aufgelegte Streuobstwiesenfest einmal anzuschauen, waren wir eigentlich nicht wirklich spät dran. Und doch hatten wir den Eindruck, dass uns schon halb Elmshorn voraus war, so voll waren die Wege in Richtung Ruderheim an der Straße Wisch. Weiterlesen →
Für alle, die es noch nicht wussten: Elmshorn (bzw. genau genommen Kölln-Reisiek) hat eine eigene Kaffeerösterei. Schon vor zwei Jahren waren wir zum internationalen „Tag des Kaffees“ dort und hatten gelobt, endlich Kaffee-Gourmets zu werden. Hat nicht ganz geklappt, also waren wir dieses Jahr wieder dort.
Ich bin eine bekennende Kaffeetante. In meiner Familie kursiert seit vielen Jahren die Anekdote, die sich irgendwann einmal bei einem Besuch bei meinem Bruder und seiner Frau zugetragen hat: Ich hatte dort übernachtet und rechnete am Morgen – in meiner Welt ganz normal – mit einer Tasse Kaffee zum Frühstück, gern auch zwei oder drei. Tja, selbst Geschwister leben manchmal in unterschiedlichen Welten – in der Welt meines Bruders gab es damals jedenfalls weder Kaffeemaschine, noch Kaffee. Wenn mein Bruder die Geschichte erzählt, dann klingt das in etwa so: „Und dann schaute mich Antje mit weit aufgerissenen Augen an, WIE MEINST DU DAS, IHR HABT KEINEN KAFFEE? Sie streifte sich schnell Jacke und Schuhe über, um irgendwo einen Bäcker zu suchen, bei dem man sonntags eine Notration Instantkaffee kaufen kann.“ Großes Gelächter. Weiterlesen →