Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Hortensiendiebe in Elmshorn? Leute, raucht doch bitte was anderes…

Heute war der erste richtige gefühlte Frühlingssonntag in diesem Jahr. Ein guter Zeitpunkt also, um zu beginnen, den Garten wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Und um beim Plausch mit einer Nachbarin zu erfahren, dass hier in der Umgebung offenbar Drogensüchtige durch die Gärten streifen und Hortensienblüten kappen, um sie zu rauchen.

Ich liebe Hortensien. Sie wachsen schön und gleichmäßig, blühen den ganzen Sommer hindurch wunderschön und sind extrem pflegeleicht und unempfindlich. Entsprechend haben wir im Zuge unserer Gartenumgestaltung vor knapp zwei Jahren also wieder etliche Hortensien gepflanzt und freuen uns sehr an ihnen. Bis heute trugen die Sträucher allerdings noch ihr verblühtes Winterkleid, von dem ich sie vorhin mit meiner Gartenschere befreite, um Platz für junge Triebe und neue Blüten zu schaffen. Weiterlesen


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Sibirien-Marathon 2017: Wollen wir eine Tradition daraus machen?

Es gibt nicht viele Läuferinnen und Läufer, die das Glück haben, beim Sibirien-Marathon antreten zu dürfen. Genau genommen nur ein paar Dutzend von ihnen, denn mehr Startplätze gibt es nicht. Nach unserer Premiere in 2016 waren wir nun auch dieses Jahr mit einer Staffel dabei, als es am 5. Februar 2017 hieß, den See im Forst Sibirien 59 Mal zu umrunden.

Der Veranstalter des Events, Christian Hottas, hatte mich schon vor geraumer Zeit gefragt, ob er für mich und mein Team der IDAA wieder eine Staffel reservieren soll. Das war auch gut so, denn die Staffeln sind begehrt – und mehr als sechs von ihnen werden nicht zum Start zugelassen, damit die Laufveranstaltung ihren kleinen, familiären Charakter behält. Weiterlesen


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Supernormal: Ein paar Gedanken zur neuen Elmshorner Stadtmarke

Vor knapp einer Woche wurde das Geheimnis um Elmshorns neue Stadtmarke gelüftet. Weil nun einmal jede Stadt eine Marke oder einen Slogan haben muss. Hamburg ist das Tor zur Welt, Elmshorn ist „supernormal“.

Zwei Worte, kurz und knapp, präsentiert auf magentafarbenem Hintergrund. „Elmshorn. Supernormal.“ In einer Mitteilung der Stadtverwaltung vom 26. Januar 2017 heißt es dazu: „Als erste Stadt überhaupt hat Elmshorn eine Marke entwickelt, die aus dem Wettbewerb um noch tollere, noch hübschere, noch unglaublichere Eigenschaften aussteigt. Und in den Vordergrund stellt, was heute schon wieder etwas Besonderes ist: Normalität.“

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Erste-Hilfe-Einsatz beim Stadtlauf – und ein richtig schlechtes Gewissen

Beim Elmshorner Stadtlauf war ich dieses Jahr zusammen mit neun anderen Läufern vom Willkommensteam für Flüchtlinge am Start. Das war super. Während des Laufs musste ich allerdings erleben, wie ein älterer Herr in der Königstraße stolperte und stürzte, mitten auf’s Gesicht. Das war furchtbar. Und brachte mich ins Grübeln.

Auf den Elmshorner Stadtlauf blicke ich in diesem Jahr mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Zum einen voller Stolz, weil unsere Läufer vom Willkommensteam für Flüchtlinge so toll abgeschnitten haben. Wir hatten in den Wochen vor dem Lauf zusammen bei „Fit für den Stadtlauf“ trainiert, die Läufer aus Eritrea, Afghanistan und Syrien waren begeistert bei der Sache, die anderen Teilnehmer des Laufkurses waren nett und aufgeschlossen gegenüber den Neulingen, die beiden Trainer Stefan und Uwe machten einen super Job und dachten sich immer wieder neue Laufspiele aus, mit denen sie die Kursteilnehmer miteinander in Kontakt bringen konnten. Weiterlesen


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Streuobstwiesenfest: Große Party im Zeichen des Apfels

Vor vielen Jahren, als ich noch nicht hier wohnte, gehörte das Streuobstwiesenfest jedes Jahr zum Elmshorner Veranstaltungsjahr. Doch dann wurde es aus unerfindlichen Gründen eingestellt und erst am vergangenen Wochenende erstmals wieder aus der Taufe gehoben. Meine Bilanz: Großer Andrang, Parkplatzsuche mit dem Fahrrad, Klönschnack an jeder Ecke – und ein großer Sack selbstgepflückter Äpfe.

Als mein Mann Christoph und ich am diesjährigen Tag der deutschen Einheit uns am späten Vormittag aufmachten, um uns das neu aufgelegte Streuobstwiesenfest einmal anzuschauen, waren wir eigentlich nicht wirklich spät dran. Und doch hatten wir den Eindruck, dass uns schon halb Elmshorn voraus war, so voll waren die Wege in Richtung Ruderheim an der Straße Wisch. Weiterlesen


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Tag des Kaffees 2016: Ein Besuch in der Kaffeerösterei Cupbeans

Für alle, die es noch nicht wussten: Elmshorn (bzw. genau genommen Kölln-Reisiek) hat eine eigene Kaffeerösterei. Schon vor zwei Jahren waren wir zum internationalen „Tag des Kaffees“ dort und hatten gelobt, endlich Kaffee-Gourmets zu werden. Hat nicht ganz geklappt, also waren wir dieses Jahr wieder dort.

Ich bin eine bekennende Kaffeetante. In meiner Familie kursiert seit vielen Jahren die Anekdote, die sich irgendwann einmal bei einem Besuch bei meinem Bruder und seiner Frau zugetragen hat: Ich hatte dort übernachtet und rechnete am Morgen – in meiner Welt ganz normal – mit einer Tasse Kaffee zum Frühstück, gern auch zwei oder drei. Tja, selbst Geschwister leben manchmal in unterschiedlichen Welten – in der Welt meines Bruders gab es damals jedenfalls weder Kaffeemaschine, noch Kaffee. Wenn mein Bruder die Geschichte erzählt, dann klingt das in etwa so: „Und dann schaute mich Antje mit weit aufgerissenen Augen an, WIE MEINST DU DAS, IHR HABT KEINEN KAFFEE? Sie streifte sich schnell Jacke und Schuhe über, um irgendwo einen Bäcker zu suchen, bei dem man sonntags eine Notration Instantkaffee kaufen kann.“ Großes Gelächter. Weiterlesen


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Leserbeirat der Zeitung: Mitreden und hinter die Kulissen gucken

Seit Neuestem hat auch die Regionalausgabe für den Kreis Pinneberg des Hamburger Abendblatts einen Leserbeirat. Und ich mit dabei, wenn die Redaktion mit dem Beirat über die Aufmachung, Themenauswahl und Qualität der Zeitung diskutiert.

Es ist schon ein paar Wochen her – wir hatten unser Abo des Hamburger Abendblatts noch nicht auf Digital-Abo umgestellt und uns gerade erst für den zusätzlichen Bezug der Elmshorner Nachrichten entschieden – da legte mir mein Mann einen aus der Zeitung ausgerissenen Schnipsel auf den Tisch: „Das wäre doch was für dich! Das Abendblatt will für den Pinneberg-Teil einen Leserbeirat einrichten, hier kann man sich bewerben!“ Weiterlesen


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Die Sache mit der Zeitung: Abendblatt oder Elmshorner Nachrichten?

Wer ebenso wie ich aus Hamburg nach Elmshorn gezogen ist, dem kommt dieses Problem vielleicht bekannt vor: Mit welcher Tageszeitung möchte ich mich beim Frühstück über die wichtigsten Neuigkeiten aus meiner Umgebung informieren? Behalte ich das Abo des Hamburger Abendblatts oder steige ich um auf die Elmshorner Nachrichten?

Ich persönlich habe mich mit dieser Frage lange sehr schwer getan. Mein Abo des Hamburger Abendblatts begleitet mich nun schon sehr lange – lange genug jedenfalls, als dass ich mir als Abonnentin den bestmöglichen Treuestatus „Hanseat“ erarbeitet habe. So etwas gibt man nicht einfach auf, nur weil man in eine andere Stadt zieht. Zumal Elmshorn ja im Speckgürtel von Hamburg liegt und ich auch weiterhin gern auf dem Laufenden sein möchte, was sich in der Hansestadt alles tut. Außerdem hat das Abendblatt einen Regionalteil für den Kreis Pinneberg, in dem sich auch immer wieder Nachrichten aus Elmshorn finden. Weiterlesen


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Der Speckgürtel im Speckgürtel – was es nicht alles gibt…

Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass Elmhorn im weitesten Sinne zum Speckgürtel von Hamburg gehört. Heute lernte ich bei der Lektüre der Elmshorner Nachrichten, dass Elmshorn sogar einen eigenen Speckgürtel hat – und der wächst!

Die meisten Leute versuchen im Frühjahr ja eher, ihre Speckrollen loszuwerden. Mit der Bemerkung, dass der eigene Speckgürtel in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen ist, erntet kaum jemand Bewunderung. Bei Kommunen ist das offenbar anders, denn heute meldeten die Elmshorner Nachrichten stolz auf der ersten Seite: „Speckgürtel rund um Elmshorn legt zu“, um im Innenteil sogar noch nachzulegen: „Bauboom im Elmshorner Umland. Gemeinden legen kräftig an Einwohnerzahl zu / Inzwischen leben über 41.000 Menschen im Speckgürtel der Krückaustadt“. Okay, da ist offenbar jemand überhaupt nicht besorgt über seinen Körperumfang… Weiterlesen


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Gute Investition in den Sport: Einweihung der neuen EMTV-Sporthalle

Der Sportbetrieb in der neuen Halle des EMTV läuft bereits seit ein paar Wochen, nun wurde das Bauwerk auch offiziell an den Verein übergeben und feierlich eingeweiht. Unter Politikern und Honoratioren ist man sich einig: Gut, dass der EMTV an seinem Standort im Stadtkern von Elmshorn geblieben und nicht an den Stadtrand abgewandert ist.

Mitte Oktober flatterte mich ziemlich unverhofft eine Einladung der EMTV-Geschäftsstelle ins Haus. Die neue Sporthalle, deren Baufortschritte ich im Frühjahr und Sommer immer mal beobachtet hatte, wenn ich donnerstags mit meinem Laufkurs auf dem Sportplatz am Koppeldamm trainierte, sollte feierlich mit Ehrengästen und Sekt eingeweiht werden. So ganz war mir nicht klar, was mir die Ehre dieser Einladung verschafft hatte, immerhin hatte mein Mann (der anders als ich tatsächlich Mitglied im EMTV ist) keine solche Einladung erhalten. Doch ich bildete mir einfach mal frech ein, dass mein Elmshornblog mittlerweile fester Bestandteil der Lokalpresse ist und ich deshalb auf der Einladungsliste stand. Wozu auch fragen, wenn man so nett zum Klimpern mit Sektkelchen eingeladen wird? Weiterlesen