Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Sowas darf gern wieder stattfinden: Erstes SoFie Festival in Elmshorn

SoFie steht für „Songwriter Festival in Elmshorn“ und hat an diesem Wochenende eine gelungene Premiere gefeiert. Wir waren bei den beiden Auftakt-Konzerten von The Caper und Paint the Clouds im Kranhaus dabei.

Das Blöde und gleichzeitig Schöne an einer kleineren Stadt ist ja, dass sie ein bisschen kleiner ist als eine große Stadt. Das merkt man auch an ihrer Musikszene. Ich bin zwar weit davon entfernt, eine regelmäßige Konzertgängerin zu sein und habe als bekennende Ü-Vierzigerin auch längst den Überblick verloren darüber, wer grad neu und cool ist (wenn ich ihn denn jemals hatte). Aber auch mir fällt es auf, wenn in Elmshorn auf einmal überall Plakate hängen, auf denen für ein ominöses „SoFie“ (das steht kurz für: Songwriter Festival in Elmshorn) geworben wird. Weil es ein zweitägiges Festival, bei dem man mit einem Ticket 9 Bands bzw. Künstler in 5 verschiedenen Locations (Kranhaus, Apollo-Kino, Sparkasse, Nikolai-Kirche und Jim Coffee) sehen kann, einfach nicht oft gibt. Weiterlesen


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„Das kann man machen, wenn man einen Turm hat“

Am 13. September 2015 war Tag des offenen Denkmals. In Elmshorn bedeutete das, dass Interessierte im Verlauf des Tages mehrfach die Gelegenheit hatten, sich durch den alten Wasserturm an der Jahnstraße führen zu lassen. Dabei erzählte der Eigentümer Ludwig Klein, was er seit dem Kauf des Turms im Jahre 2003 so alles mit dem denkmalgeschützten Gebäude erlebt hat.

Seit ich in dem Buch „Stadtgespräche aus Elmshorn“ ein Portrait von Ilse und Ludwig Klein gelesen habe, die den alten Wasserturm an der Jahnstraße bewahren, stand ein Besuch des denkmalgeschützten Bauwerks bei mir auf Liste der Dinge, die ich in Elmshorn unbedingt einmal erlebt haben möchte. Am vergangenen Sonntag nun bot sich eine tolle Gelegenheit, denn anlässlich des bundesweiten Tag des offenen Denkmals waren auch im Wasserturm die Türen den ganzen Tag über geöffnet und die Führungen ausnahmsweise sogar kostenlos. Weiterlesen


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Nur noch wenige Tage geöffnet: Auf zur Heidelbeerernte nach Willenscharen!

Ich liebe Heidelbeeren! Ganz besonders die aus Willenscharen (in der Nähe von Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein), wo man sie auf einer riesigen Plantage selbst pflücken kann. Das Pflücken macht Spaß, man darf dabei naschen, und die Heidelbeeren kosten nur halb so viel wie im Supermarkt.

Der Heidelbeerhof Fölster hat in diesem Jahr nur noch wenige Tage für Selbstpflücker geöffnet, nämlich bis zum kommenden Sonntag, den 23. August 2015. Wir waren bereits am vergangenen Wochenende dort und haben Beeren gesammelt – doch die Info, dass die Saison dieses Jahr in wenigen Tagen endet, hat mich daran erinnert, dass ich doch noch einen Blogbeitrag über diesen tollen Ort schreiben wollte. Damit der eine oder andere kurzentschlossene Blogleser noch eine Chance hat, sich dort ebenfalls mit leckeren Heidelbeeren einzudecken. Willenscharen liegt zwar streng genommen nicht ganz unmittelbar bei Elmshorn, doch wir haben seit unserem Umzug nach Elmshorn bislang jede Erntesaison genutzt – deshalb ist das Heidelbeerpflücken zumindest für mich eine Pflichtveranstaltung für Elmshorn und Umgebung. Weiterlesen


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Industriemuseum Elmshorn: Streifzug durch Maragarineproduktion, Hafenlärm und Schulstube

Elmshorn ist ganz unverkennbar eine Industriestadt. Fast an jeder Kreuzung weist ein Schild in irgendein Industriegebiet. Folgerichtig heißt das Elmshorner Heimatmuseum auch „Industriemuseum“. Vor einer Woche war ich zum ersten Mal dort – zusammen mit etlichen Elmshorner Neubürgern über das Willkommensteam für Flüchtlinge.

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Beinahe an jeder Kreuzung in Elmshorn…

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… führt ein Schild in mindestens ein Industriegebiet

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Froschkonzert zwischen prähistorischem Gestein: Ausflug in die Liether Kalkgrube

Nur zehn Kilometer von Elmshorn entfernt, hinter Klein Nordende, liegt eine ehemalige Abbaugrube von Düngekalk. Klingt wenig spektakulär, ist aber mittlerweile ein schönes Naturschutzgebiet, in dem ich bei meinem ersten Besuch dort eine ganze Reihe spannender Entdeckungen gemacht habe.

Die Liether Kalkgrube, kurz hinter Klein Nordende gelegen, ist mehr als einfach nur ein renaturierter Kalksteinbruch. Sie ist eine Ansammlung der ältesten Gesteinsschichten Norddeutschlands, Ort der weltweit tiefsten Bohrung ins Erdinnere (zumindest Ende des 19. Jahrhunderts), Sammelplatz einer Reihe uralter skandinavischer Gesteinsfindlinge und Heimat unzähliger äußerst mitteilsamer Frösche. Weiterlesen


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Obsthof Früchtenicht und Tischlerei Holzfeind: Lustige Firmennamen in Elmshorn

Elmshorn hat nicht nur Straßen- und Ortsteilnamen zu bieten, die einen stutzen lassen – siehe Sibirien, Walfängerweg, Südpol oder Sommerland. In und um unsere Stadt haben sich auch eine Reihe von Unternehmen mit lustigen Namen angesiedelt.

In letzter Zeit habe ich meine schöne Liste ein wenig vernachlässigt, doch eigentlich sammele ich ja lustige Namen von Leuten. Ihr wisst schon, Namen wie Rosa Schlüpfer oder Axel Schweiß, nur eben von realen Menschen. Meine Sammlung umfasst schöne Exemplare wie den Chirurg Bernd Stechemesser aus Köln (den ich zum Glück persönlich kenne, und den ich für gänzlich ungefährlich halte, auch wenn der Name sicherlich so manch einen abschreckt). Oder den Proktologe Dr. Horst Loch aus Berlin, ebenfalls ein sehr netter und kompetenter Chirurg. (Für alle, die sich mit medizinischer Terminologie nicht so auskennen: Proktologen beschäftigen sich mit dem Popoloch und allem, was so an Wehwehchen dazugehört.) Oder die Firma Kotzenberg, die im Lipperland einige Filialen betreibt und bei der man Berufstextilien mieten kann. Das Bestattungsinstitut Schade aus Nordhausen zählt natürlich auch dazu. Weiterlesen


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Mit der Fähre Kronsnest über die Krückau: Das muss man erlebt haben!

Ein besonders uriges Highlight in Elmshorn ist die kleinste Fähre Deutschlands und zugleich einzige handbetriebene Fähre in Schleswig-Holstein, mit der man von Seester nach Neuendorf (und umgekehrt) über die Krückau übersetzen kann.

Heute haben mein Mann und ich das überraschend schöne Wetter für eine kleine Fahrradtour nach Kollmar, verbunden mit einer Fahrt mit der putzigen Fähre Kronsnest, genutzt. So eine Überfahrt muss man als Elmshorner oder als Besucher dieser Stadt unbedingt mal erlebt haben. Denn immerhin ist diese Fähre die kleinste Fähre Deutschlands. Nicht jedes kleine Boot, mit dem man von einer Uferseite zur anderen übersetzt, darf sich Fähre nennen. Auch wenn die Krückau kein reißender Strom ist und die Überfahrt absolut harmlos anmutet, muss das Boot für eine Betriebserlaubnis als Fähre denselben Vorschriften genügen wie große Fährschiffe auch, außerdem muss der Fährmann vor einer amtlichen Kommission eine Prüfung ablegen und erhält dafür den Führerschein für Personenbeförderung. Weiterlesen


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Buchtipp: Tolle Portraits in „Stadtgespräche aus Elmshorn“

Es gibt nicht viele Bücher über Elmshorn. Umso schöner ist dieser Band von Patrizia Held und Uta Robbe-Oberhössel, in dem sie 35 Elmshorner mit interessanten Biographien in kurzen Portraits von jeweils zwei bis vier Seiten vorstellen.

Bevor ich vor knapp drei Jahren die Entscheidung getroffen habe, nach Elmshorn zu ziehen, habe ich natürlich ein wenig recherchiert, was es an einschlägiger Literatur über diese Stadt zu lesen gibt. Bei Amazon gibt es leider nur herzlich wenig zu bestellen, was näher mit Elmshorn zu tun hat – es sei denn, man zählt die unzähligen Radwanderkarten mit, oder auch Kaffeebecher, auf denen die Metropolen Tokio, New York, Paris und London gleichberechtigt neben Elmshorn aufgedruckt sind (oder auch Bierhumpen und Stoffbeutel mit derselben Aussage). Weiterlesen


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Brückenschlag nach Osten: Mit dem Hauptmann von Köpenick durchs Baltikum

In Elmshorn ist die Dittchenbühne eine Institution. Nun habe auch ich endlich einmal eine Aufführung besucht und mir von ihrem Leiter von der Tournee mit dem „Hauptmann von Köpenick“ durch die baltischen Staaten erzählen lassen.

Dass die Elmshorner Dittchenbühne  auch den Namen Forum Baltikum trägt, war mir bekannt. Doch was es mit diesem Namen auf sich hat und was die Laienschauspieler der Theatergruppe der Dittchenbühne so alles auf die Beine stellen, wusste ich nicht. Zumindest nicht bis zum 6. November 2014, als ich die vorletzte Aufführung des „Hauptmann von Köpenick“ dort erleben und mit dem Leiter und einigen Ensemble-Mitgliedern sprechen durfte. Weiterlesen


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Meine absolute Lieblingsstrecke: Mit dem Rad am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk

Kaum passiert man das Ortsschild und fährt den Krückaudeich entlang, begegnen einem viele Schafe, einige Spaziergänger und Radfahrer und nur wenige Autos.

Im Sommer 2014 habe ich mir ein Rennrad gekauft, um beim nächsten Volkstriathlon noch ein bisschen besser als mit meinem Tourenrad aufgestellt zu sein. Seither erkunde ich geeignete Rennradstrecken in und um Elmshorn. Die bislang schönste führt am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk. Man gelangt dorthin, wenn man von der Innenstadt aus auf der Westerstraße an den Stadtwerken vorbei radelt und dann rechts auf die Heinrich-Hertz-Straße abbiegt. Bei der nächsten Straßengabel rechts halten, und schon ist man am Deich. Weiterlesen