Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Die Litanei vom ES in der Königsstraße: ES ist eine bewegende Lektüre!

Mal ganz ehrlich: Wer von meinen Lesern ist tatsächlich schon mal in der Königsstraße vor dem Möhringschen Haus, in dem die Theaterkasse untergebracht ist, stehengeblieben und hat den gesamten Text gelesen, der dort am Boden in Backsteine gebrannt zu finden ist?

Ich hatte das bis dato noch nicht getan, ES mir aber immer wieder mal vorgenommen, so nach dem Motto: „Wenn ich mal groß bin und Zeit habe, dann lese ich das aber wirklich mal von vorn bis hinten!“ ES ist ja nun mal so, dass sich der gesamte Text nicht auf einen Blick erschließt. Man muss schon immer wieder entlang der Backsteinreihen auf- und abgehen, um ihn Schritt für Schritt lesen zu können. Weiterlesen


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„Das kann man machen, wenn man einen Turm hat“

Am 13. September 2015 war Tag des offenen Denkmals. In Elmshorn bedeutete das, dass Interessierte im Verlauf des Tages mehrfach die Gelegenheit hatten, sich durch den alten Wasserturm an der Jahnstraße führen zu lassen. Dabei erzählte der Eigentümer Ludwig Klein, was er seit dem Kauf des Turms im Jahre 2003 so alles mit dem denkmalgeschützten Gebäude erlebt hat.

Seit ich in dem Buch „Stadtgespräche aus Elmshorn“ ein Portrait von Ilse und Ludwig Klein gelesen habe, die den alten Wasserturm an der Jahnstraße bewahren, stand ein Besuch des denkmalgeschützten Bauwerks bei mir auf Liste der Dinge, die ich in Elmshorn unbedingt einmal erlebt haben möchte. Am vergangenen Sonntag nun bot sich eine tolle Gelegenheit, denn anlässlich des bundesweiten Tag des offenen Denkmals waren auch im Wasserturm die Türen den ganzen Tag über geöffnet und die Führungen ausnahmsweise sogar kostenlos. Weiterlesen


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Schönes Elmshorn: Bei alten Bauten aus rotem Backstein werde ich schwach

Die typisch norddeutschen Backsteinbauten haben es mir schon immer angetan. In Hamburg liebe ich die Speicherstadt und das Kontorviertel, in Elmshorn das Möhringsche Haus, die Bismarckschule und das Amtsgerichtsgebäude.

Ich habe mir sagen lassen, dass manche Leute beim Anblick alter Rotklinkerfassaden trübsinnig werden: zu dunkel, zu dröge, was auch immer… Ich kann das nicht nachvollziehen. Mir geht beim Anblick norddeutscher Backsteingotik das Herz auf. In Hamburg gibt es für mich daher viele Gelegenheiten, mich an schönen Fassaden zu erfreuen – und zwar nicht nur an den Klassikern, die in jedem Reiseführer stehen (die Speicherstadt oder das Kontorviertel mit dem wunderschönen Chilehaus, das völlig zu Recht als Unesco-Weltkulturerbe eingestuft wurde), sondern auch an den typischen Backstein-Straßenzüge in vielen Hamburger Stadtteilen, die einmal als eher profane Arbeiterviertel errichtet wurden. Weiterlesen