Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Wieso eigentlich mögen so viele Elmshorner ihre Stadt nicht?

„Warum in aller Welt sind Sie denn gerade hierher gezogen?“, ist eine Frage, die einen Neu-Elmshorner anfangs durchaus verunsichern kann.

Sommer 2012, unser Umzug und die wesentlichen Renovierungsarbeiten am Haus lagen hinter uns. So langsam kehrte Alltag ein, und wir begannen, uns in unserer neuen Heimat zu orientieren. Dazu gehörte für mich auch, ein paar neue Ärzte für die üblichen Vorsorgeuntersuchungen zu finden. Also einen Augenarzt, der gelegentlich meine Netzhaut begutachtet, einen Diabetologen für meine Quartals-Checks als Typ-1-Diabetikerin, einen Gynäkologen für die obligatorische Vorsorge und einen Hautarzt, der regelmäßig meine Leberflecken unter die Lupe nimmt. Ich hatte großes Glück, denn mit allen Ärzten, die ich bei dieser Recherche spontan ausgewählt habe, bin ich bis heute sehr zufrieden. Weiterlesen


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Willkommensteam für Flüchtlinge in Elmshorn gegründet

Nach einem zweiten Treffen im Rathaus ist nun klar: Gut 20 Elmshorner werden der Behörde dabei helfen, neu eintreffende Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen in der Anfangszeit zu helfen.

Seit Jahresbeginn sind 81 Flüchtlinge aus verschiedenen Krisengebieten nach Elmshorn gekommen, leben hier und warten auf die Anerkennung ihrer Asylanträge. Für die Stadt ist es nicht leicht, all diese Menschen unterzubringen und ihnen den Start zu erleichtern. Deshalb hat sich am 29. Oktober 2014 ein Willkommensteam gegründet, das die Behörde dabei unterstützen möchte, neu eintreffende Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie in der Anfangszeit in Elmshorn zu unterstützen. Manche Flüchtlinge kommen allein hierher, andere als Familien. Viele sind traumatisiert, alle haben eine schwierige Flucht und eine nervenaufreibende Zeit in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster hinter sich. Weiterlesen


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Die Sache mit dem Autokennzeichen PI

Autofahrer aus dem Kreis Pinneberg genießen nicht den besten Ruf. Und ich finde: Dieses Vorurteil ist berechtigt!

Eine der größten mentalen Hürden vor meinem Umzug nach Elmshorn in 2012 war die Gewissheit, dass ich dann mein schönes kleines Cabrio mit einem Pinneberger Kennzeichen würde verunstalten müssen. Schließlich weiß jeder in Hamburg sozialisierte Autofahrer, dass PI für „Provinzidiot“ steht. Ähnlich schlimm sind auch Segeberger Kennzeichen, vor allem wenn es sich offenkundig um Wunschkennzeichen wie „SE-XY“ oder „SE-X“ handelt. Und mal ehrlich: Wer hat jemals einen Autohalter überholt, der dieses am Heck angeschraubte Versprechen auch gehalten hätte? Weiterlesen


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Elmshorn, die Frühstücksstadt: Mmmhhh, wie das duftet…

Je nachdem, wo man sich in Elmshorn aufhält und wie der Wind gerade steht, riecht es entweder nach frisch gerösteten Kaffeebohnen oder nach Knuspermüsli.

Ich bin ein Geruchsmensch. Mit bestimmten Erlebnissen verbinde ich spezielle Gerüche, und umgekehrt. Es war also eigentlich hochgradig fahrlässig, dass ich mich vor meinem Umzug nach Elmshorn in meiner neuen Heimat nur umgesehen, nicht aber umgeschnuppert habe. Das hätte auch schiefgehen können! Zum Glück ist hier keine Zucker- oder Papierindustrie ansässig, die einem mit ihren typischen Duftmarken die Laune ziemlich vermiesen können. Weiterlesen


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Oh nein, diese Saatkrähen schon wieder!

Die schwarzen Vögel haben Elmshorn fest im Griff. Weil sie unter Naturschutz stehen, dürfen meist nicht einmal ihre Nester aus den Bäumen entfernt werden.

2014-10-12 17.04.00

Wer nicht mit dem Auto, sondern mit der Regionalbahn nach Elmshorn fährt, wird am Bahnhof gleich lautstark von ihnen in Empfang genommen: unzählige Saatkrähen, die in den Bäumen am Holstenplatz hocken und von früh bis spät ohrenbetäubendes Geschrei veranstalten. Doch damit nicht genug: Das schwarze Federvieh scheißt, was das Zeug hält. Weiterlesen


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Wie es uns nach Elmshorn verschlagen hat

Hamburg ist toll, aber teuer. In Elmshorn gibt es mehr Haus für’s Geld. Unser Wechsel nach Elmshorn begann mit ganz nüchternen Überlegungen.

Es war Ende 2011, als mein Mann und ich uns auf die Suche nach einer eigenen Immobilie machten. Wie wohnten in Hamburg-Langenhorn und dachten eigentlich an ein schmuckes Häuschen in oder in der Nähe der historischen und sehr liebenswerten Fritz-Schumacher-Siedlung. Doch die Immobilienpreise hatten ordentlich angezogen – und so beschlossen wir, den Radius ein bisschen weiter zu stecken und nicht mehr nur in Hamburg nach einem Haus zu suchen. Weiterlesen