Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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LKA-Umfrage: So steht es um meine gefühlte Sicherheit in Elmshorn

Jetzt habe ich schon dreimal hintereinander Post vom Landeskriminalamt (LKA) in Kiel bekommen, und jedes Mal fühlte ich mich irgendwie ertappt – wobei auch immer. Allerdings war man mir nicht bei kriminellen Machenschaften auf die Schliche gekommen, sondern bat um meine Teilnahme an einer Umfrage zur Sicherheit in Schleswig Holstein.

Den ersten Schreck jagte mir das LKA mit einem Brief ein, in dem es mit mitteilte, dass ich ausgewählt wurde und – wohlgemerkt freiwillig und anonym – an einer Umfrage teilnehmen darf. Ich gehöre also zu einer Handvoll zufällig ausgewählter Menschen, die in einem Fragebogen darüber Auskunft geben durften, wie es aus ihrer Sicht um die Sicherheit in ihrem Wohnumfeld bestellt ist. Der zweite Schreck kam in einem A4-Umschlag, der dann den angekündigten Fragebogen enthielt. Ich füllte ihn brav aus, denn ich glaube schon, dass man eine solche Gelegenheit nutzen sollte, den Behörden über die eigenen Befindlichkeiten und Eindrücke Auskunft zu geben, damit sie in Zukunft besser berücksichtigt werden können. Weiterlesen


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Neues vom Willkommensteam: Wir haben einen Verein gegründet!

Bei unserem gestrigen Treffen haben wir einander erzählt, was wir in den vergangenen Wochen alles mit unseren „Schützlingen“ erlebt haben. Um unsere Arbeit künftig noch besser strukturieren zu können, haben wir nun auch einen Verein gegründet – und was besonders aufregend ist: Ich gehöre als Schriftführerin mit zum Vorstand!

Seit das Willkommensteam für Flüchtlinge in Elmshorn im Oktober 2014 seine Arbeit aufgenommen hat, ist einiges passiert. Inzwischen werden viele Familien und Einzelpersonen von engagierten Elmshorner Bürgerinnen und Bürgern betreut, wir haben eine tolle Homepage, eine Facebook-Seite mit inzwischen 112 Likes und eine ganze Menge Ideen, wie wir Flüchtlingen den Start in ihr Leben in Elmshorn erleichtern und die Öffentlichkeit auf unsere Arbeit aufmerksam machen könnten. Weiterlesen


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Saatkrähen: Die einen lieben sie, die anderen verscheuchen sie…

Habt ihr neulich im „Stern“ die Geschichte von dem Mädchen aus Seattle gelesen, dem Krähen regelmäßig Geschenke bringen, weil es sie füttert? Also hier in Elmshorn gibt’s keine Geschenke von den Viechern, nur Geschrei und Gescheiße. Deshalb bin ich höchst einverstanden damit, dass sie mit allen Mitteln vertrieben werden, die der Naturschutz erlaubt.

Gabi ist acht Jahre alt und wohnt in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Sie war neulich Heldin einer niedlichen Geschichte im „Stern“. Denn sie füttert die Krähen in ihrem Garten und bekommt dafür Geschenke von den schlauen schwarzen Vögeln gebracht: bunte Glasscherben, bunte Knöpfe, kleine Gegenstände aus Metall, welche die Kleine einzeln abpackt und katalogisiert. Die Krähen scheinen die Dinge tatsächlich anzuschleppen, um sich bei dem Mädchen für das Futter zu bedanken. Weiterlesen


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Elmshorner Graue Erbsen 2015: Wir haben sie nachgekocht!

Das Rezept, das mir eine Blog-Leserin vor einer Weile geschickt hat, ist überhaupt nicht kompliziert. Doch weil die Erbsen einen Tag quellen und dann immer noch zwei Stunden lang kochen müssen, bleibt meine gewohnte Spontanität in der Küche ein wenig auf der Strecke.

Nachdem wir am Ende der Faschingswoche doch noch die Gelegenheit hatten, in Sparrieshop Graue Erbsen zu essen, wollten wir uns auch einmal selbst ans Kochen wagen. Eine 500-Gramm-Packung der getrockneten Kapuzinererbsen hatte ich schon vor einer ganzen Weile gekauft. Außerdem hatte eine Blog-Leserin mir ein Rezept geschickt, das überhaupt nicht kompliziert klang. Als dann auch noch ein schönes Stück Kasseler in der Biokiste geliefert wurde, stand der Plan fest: Wir kochen deftig. Weiterlesen


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Buchtipp: Tolle Portraits in „Stadtgespräche aus Elmshorn“

Es gibt nicht viele Bücher über Elmshorn. Umso schöner ist dieser Band von Patrizia Held und Uta Robbe-Oberhössel, in dem sie 35 Elmshorner mit interessanten Biographien in kurzen Portraits von jeweils zwei bis vier Seiten vorstellen.

Bevor ich vor knapp drei Jahren die Entscheidung getroffen habe, nach Elmshorn zu ziehen, habe ich natürlich ein wenig recherchiert, was es an einschlägiger Literatur über diese Stadt zu lesen gibt. Bei Amazon gibt es leider nur herzlich wenig zu bestellen, was näher mit Elmshorn zu tun hat – es sei denn, man zählt die unzähligen Radwanderkarten mit, oder auch Kaffeebecher, auf denen die Metropolen Tokio, New York, Paris und London gleichberechtigt neben Elmshorn aufgedruckt sind (oder auch Bierhumpen und Stoffbeutel mit derselben Aussage). Weiterlesen


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Graue Erbsen: Also ab und zu darf es auch mal was Deftiges sein…

Zum Glück wird die Elmshorner Spezialität nicht mehr nur am Faschingsdienstag serviert: Gestern Abend konnte ich im Restaurant Marone in Sparrieshoop zusammen mit meinem Mann erstmals graue Erbsen essen. Mein Fazit: Das Essen liegt trotz Schnaps etwas schwer im Magen, schmeckt aber durchaus lecker.

Anders als befürchtet, habe ich in diesem Jahr also nicht das traditionelle Elmshorner Graue-Erbsen-Essen verpasst. Während ich mit meinem Sohn einen kleinen Städteurlaub in Barcelona verbrachte, hatte mein Mann zum Glück einen Tisch im Gasthaus Marone in Sparrieshoop reserviert, wo auch am Sonnabend der Faschingswoche noch Graue Erbsen serviert wurden. Es war mein erster Besuch in diesem Restaurant (und abgesehen von ein paar Rennrad-Trainings, die mich über den Forst Sibirien auch durch Sparrieshoop geführt haben, wohl auch mein erster Besuch in dieser kleinen Gemeinde), und ich wunderte mich zunächst, warum das Restaurant von der einen Straßenseite den Namen „Kastanie“ und von der anderen Straßenseite den Namen „Marone“ trägt. Wie uns die nette Kellnerin erklärte, hatte die Vorbesitzerin des Lokals in der einen Seite (Kastanie) den Festsaal und die Kneipe für die Raucher untergebracht und den anderen Teil des Lokals, in dem das Restaurant untergebracht ist, aufwändiger renoviert und ihm den etwas edleren Titel „Marone“ verpasst. Weiterlesen


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Barcelona statt Elmshorn – Tapas statt graue Erbsen!

Weil ich derzeit ein paar Urlaubstage in Barcelona verbringe, verpasse ich schon wieder das traditionelle Elmshorner Graue-Erbsen-Essen. Zum Glück haben mir meine Blog-Leser geholfen: mit einem Rezept für graue Erbsen zum Selberkochen und mit Infos zu Restaurants, in denen das Elmshorner Spezialgericht auch am Sonnabend noch serviert wird, wenn ich wieder da bin. Weiterlesen


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Umgestaltung der Innenstadt: Die Parkpalette am Hafen musste schon dran glauben

Ich habe an dieser Stelle schon häufiger geschildert, was mir an Elmshorn gut gefällt und euch ein paar Lieblingsecken und -gebäude gezeigt. Es lässt sich aber auch nicht leugnen, dass die Innenstadt ziemlich reich an Bausünden ist. Zum Glück ist in diesem Punkt einiges in Bewegung geraten – zum Beispiel wird derzeit die gruselig hässliche Parkpalette am Hafen von Baggern platt gemacht.

Es gibt in der Elmshorner Innenstadt eine ganze Reihe Ecken, die eine „Aufwertung“ vertragen könnten, wie es unter Stadtplanern so schön heißt. Dazu gehört das Areal rund um das Hafenbecken ebenso wie der Bereich rund um den Buttermarkt, nicht zu vergessen die Knecht’schen Hallen und das Kibek-Hochhaus. Seit ich hier lebe, wird über die Umgestaltung dieser Flächen diskutiert – und in diesem Jahr erfolgen tatsächlich einige wichtige Schritte hin zu einer attraktiveren Innenstadt. Weiterlesen


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Dave Davis im Elmshorner Stadttheater: Afrodisierender Balsam für meine Multikulti-Seele

Mein erster Besuch im Elmshorner Stadttheater war nach beinahe drei Jahren in dieser Stadt überfällig. Das Programm „Afrodisiaka“ des Comedians Dave Davis war dann auch ein echter Glücksgriff – und nach einem Tag voller anstrengender Diskussionen zum Thema Flüchtlingshilfe auch willkommenes Kontrastprogramm.

Eigentlich gibt es eher wenige Comedians, die mich so richtig zum Lachen bringen. Ganz sicher war ich mir deshalb nicht, ob mir Dave Davis mit seinem Programm „Afrodisiaka“ gefallen würde, als ich die Karten für mich und meinen Sohn besorgte. Doch die Ankündigung auf der Seite des Elmshorner Stadttheaters klang witzig, außerdem hatte ich dem Theater bislang noch keinen Besuch abgestattet und wollte dringend etwas an diesem Zustand ändern. Die Tatsache, dass Davis 2010 den „Goldenen Arsch mit Ohren“ im Rahmen des internationalen Kleinkunstfestivals in Koblenz überreicht bekommen hat, weckte dann endgültig mein Vertrauen und ich besorgte Karten. Weiterlesen


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Willkommensteam für Flüchtlinge: Bei mir lagern 8 PC im Keller…

So langsam spricht es sich herum, dass eine Reihe Elmshorner Bürger sich zusammengetan haben um Flüchtlingen ihren Start in Deutschland zu erleichtern. Inzwischen sind die ersten Sachspenden eingegangen, die wir in Kürze an Flüchtlinge weitergeben werden.

Wer seine Heimat mehr oder weniger unfreiwillig verlässt, um woanders noch einmal ganz neu anzufangen, der hat nur das Nötigste im Gepäck. Bei der Ankunft hier in Deutschland fehlt es daher an den elementarsten Dingen. Für die Erstausstattung der Unterkunft sorgt in der Regel die Kommune – doch mehr als ein Bett, ein Schrank und ein wenig Geschirr und Besteck sind in der Regel nicht in der Grundausstattung enthalten. Weiterlesen