Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.

Das ZDF dreht in Elmshorn über Saatkrähen – und ich bin mittendrin!

3 Kommentare

Die Saison hat begonnen, jetzt ist letzte Gelegenheit, die lästigen Saatkrähen zu vergrämen, bevor die Brutsaison wieder beginnt. In den vergangenen drei Tagen hat das ZDF für die Sendung  „Terra XPress“ hier in Elmshorn gedreht, wie man sich hier gegen die Plagegeister wehrt – und was man eben nicht gegen sie unternimmt.

Bei den Recherchen für den Beitrag war die Redaktion auch auf mein Elmshorn-Blog gestoßen, denn ich habe in den vergangenen anderthalb Jahren ja immer mal wieder über das Thema berichtet und habe deshalb im Google-Ranking vermutlich einen ganz guten Platz erobert, wenn es um die Suchbegriffe „Krähen + Elmshorn“ geht. Die Beiträge erscheinen in der Blog-Rubrik „Was in Elmshorn nervt“ übrigens, womit meine Haltung zu den Krähen recht eindeutig sein dürfte.

Eigentlich schreibe ich nicht in Cafés, Parkanlagen oder auf Friedhöfen…

Ich wurde also gefragt, ob ich Lust hätte, an dem Beitrag mitzuwirken. Klar hatte ich das! Wir verabredeten uns auf dem Friedhof, weil an dessen Eingang ja eine besonders große Krähenkolonie haust und dem Ort zusätzlich eine gespenstige Atmosphäre verleiht. Ob ich mein Laptop mitbringen könne, damit ich vor Ort etwas bloggen und mich über die Krähen ärgern könne? Auch das ging klar – auch wenn ich meine Blogbeiträge im Alltag überwiegend ganz langweilig am Schreibtisch verfasse und nicht in Cafés, Parkanlagen – oder an einen Grabstein gelehnt auf Friedhöfen. Aber bei solchen Fernseh-Drehs muss man mit solchen zweitrangigen Details nicht allzu streng sein, es geht um die Botschaft selbst.

So ein zugeschissenes Auto kann einen auf lange Sicht traumatisieren

Und meine Botschaft lautet bekanntlich: Die Krähen nerven. Sie mögen zwar klug sein und unter Naturschutz stehen. Aber ihr heiseres Gekrächze ist keine Musik in meinen Ohren. Die zugeschissenen Gehwege rund um ihre Kolonien sind nicht schön anzusehen. Ebenso wenig wie mein Auto, wenn es mal ein paar Stunden auf dem Bahnhofsvorplatz steht. (Ich weiß, das ist inzwischen eine olle Kamelle. Mittlerweile unterlaufen mir derartige Anfängerfehler in Elmshorn nicht mehr. Aber schaut doch bitte mal das Foto an, so etwas kann einen schon längerfristig traumatisieren.)

Ist der Ruf erst ruiniert… bloggt’s sich völlig ungeniert!

Beim NABU habe ich mir mit meinen Blogbeiträgen längst einen schlechten Ruf als Krähenhasserin erarbeitet. Nun, ist der Ruf erst ruiniert… mit dem heute gedrehten ZDF-Beitrag wird er sich aller Wahrscheinlichkeit nach verfestigen – um was wollen wir wetten? Die Terra XPress-Reportage soll irgendwann im Mai ausgestrahlt werden. Man wird darin zum Beispiel ein paar O-Töne von Bürgermeister Volker Hatje zur Krähenplage hören, außerdem ein paar bewegte Bilder von der Installation der neuen Lautsprecheranlagen an der Nikolaikirche sehen, mit welchen die Krähen vertrieben werden sollen (übrigens mit einer Kameradrohne gedreht). Und man wird mich sehen, wie ich mich beim Bloggen auf dem Friedhof sichtlich über die Krähen ärgere. Ich bin schon einmal gespannt! 🙂

3 Kommentare zu “Das ZDF dreht in Elmshorn über Saatkrähen – und ich bin mittendrin!

  1. So gut ich auch verstehen mag, dass es schönere Dinge gibt, als sich eine Stadt mit Krähen zu teilen, so gut kann ich – alles, aber keine Öko-Tante!!! – die Tiere verstehen. Die fragt man nämlich nicht, ob es ihnen passt, wenn man wieder eine Wiese verbaut, einen Wald fällt oder einen Fluss umleitet.
    Wir wohnen am Waldrand….. und so haben wir Schnecken, die einem die Pflanzen löchern, Kauze, die oftmals die ganze Nacht über Wochen aus Liebeshunger rufen, Dachse, die ganze Grasnaben aus der Wiese fressen, Füchse, die sich die Meisenknödel holen, Mäuse, die sich in der Garage einnisten, Siebenschläfer, die unseren Kamin umfunktionieren wollten, Wildschweine, die ab und an die Gärten durchpflügen und Krähen, die den ganzen Tag Lärm machen.
    Das Entscheidende hab ich aber vergessen: Zwar wohnen wir nah am Wald, haben aber gleichermaßen eine stark frequentierte Staatsstraße in gleichem Abstand, wie den Wald.
    Diese eine Straße lässt all die Dinge, die durch Tiere entstehen, zu Kleinigkeiten mutieren.

    Wir streuen kein Gift bzgl. Schnecken, wir schließen nicht die Fenster, damit wir die Kauze und Krähen nicht hören müssen, wir machen unseren Garten nicht einbruchsicher, um Füchse, Dachse und Wildschweine einzudämmen und wir haben Nistkästen für Siebenschläfer aufgehängt.

    Was wir leider nicht können: Die Menschen verbannen, die auf die Natur keine Rücksicht mehr nehmen……..
    Und nein: Wir würden keine Umgehungsstraße unterstützen, die auch wieder Naturfläche zerstört… eher ziehen wir um 😉

    Wie gesagt: Krähen können einem schon auf den Nerv gehen…. aber ich frag mich, wenn dann ein so überzogener TV-Bericht gezeigt wird, schon, ob jemand die Natur fragt, wie es ihr gefällt, mit uns Menschen leben und sich ständig verkleinern zu müssen….

    Was bilden wir uns nur ein……

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  2. Achso…. und noch was.

    Das Foto von dem verka**ten Auto 😉 😉 😉

    Schon mal in einer ganz normalen Ecke NACH einem sonnigen Tag über die Liegewiese eines Badesees gegangen? Dagegen ist der Autoschiss fast schon niedlich.
    Was wir Menschen – sicherlich völlig unabsichtlich – alles verlieren und aus Versehen liegen lassen…..

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  3. Pingback: Elmshorner Krähen im TV: Aloha, ich war im Fernsehen! | Elmshorn für Anfänger

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