Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.

Knusper, knusper Knäuschen… Warum sich ein Blick in die Fenster der Volksbank lohnt!

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Alle Jahre wieder kann man in den Schaufenstern der Volksbank entlang der Berliner Straße schnuckelige Lebkuchenhäuser bestaunen. Doch erst in diesem Jahr habe ich wirklich einmal richtig hingeschaut – und bin ordentlich ins Staunen gekommen.

Heute ist der 26. Dezember, Weihnachten klingt so langsam aus und die Zeit der Jahresrückblicke naht. Erst einmal möchte ich euch allen natürlich frohe Festtage wünschen – und euch gleichzeitig aber auch um Entschuldigung bitten, dass ich in den vergangenen Wochen keinen neuen Lesestoff geliefert habe. Es war einfach viel los, sodass ich nicht dazu gekommen bin, euch meine Eindrücke vom Knusperhäuschen-Wettbewerb aufzuschreiben.

Spätestens 2019 dran denken, die Häuschen einmal anzusehen

Die Fotos habe ich immerhin schon Mitte Dezember durch die Schaufensterscheiben hindurch geschossen. Ob die Häuschen auch zwischen Weihnachten und Neujahr noch dort zu sehen sind, weiß ich leider gar nicht. Ich fürchte, dass sie nicht mehr allzu lang Bestand haben werden, sofern sich nicht ganz akut die Denkmalschutzbehörde einschaltet. Es ist, wie es nun einmal ist – dafür bekommt ihr nun ein paar schöne Knusperhäuschen zu sehen und denkt spätestens in der Adventszeit 2019 daran, an der Berliner Straße den Schritt zu verlangsamen und die Ergebnisse des jährlichen Knusperhäuschen-Wettbewerbs anzuschauen.

Die Jury musste unter 24 Knusperhäusern auswählen

Denn die Aussichten stehen vermutlich nicht schlecht, dass die Volksbank den Wettbewerb auch im nächsten Jahr ausschreiben wird. Immerhin konnten Menschen aus Elmshorn und Umgebung in 2018 bereits zum 10. Mal Baupläne zeichnen, ihre Rührgeräte anschmeißen und mit Lebkuchenplatten, Zuckerguss und Lebensmittelfarbe ihre architektonische Ader ausleben. 24 Zuckerbäckerteams stellten sich in diesem Jahr der Herausforderung und reichten bis 23. November ihre Häuschen ein. Am 17. Dezember dann fällte die Jury ihr Urteil und kürte die drei schönsten Häuser. Mehr zum Auswahlprozess und zu den Gewinnern kann man im Holsteiner Anzeiger nachlesen.

Hänsel landet im Ofen, und die Hexe wird verhaftet

Ich finde die Kreativität der Zuckerbäcker wirklich verblüffend. Man muss gar nicht unbedingt viel Aufwand betreiben um ein Hexenhaus hinzukriegen: Ein Laib Honigbrot als Haus mit einem Christstollen als Dach, umrahmt von allerlei Schnickschnack, reicht im Grunde schon aus (siehe Haus Nr. 24). Doch natürlich geht es auch kunstvoller. Besonders gefallen haben mir das Iglu mit den Pinguinen (Haus Nr. 11) und die beiden Hänsel-und-Gretel-Häuser (Haus Nr. 12 und 21). Bei diesen beiden bitte genau hinsehen: Bei einem dieser beiden Häuser sieht man genau, wie die Hexe Hänsel gerade in den Ofen schiebt, bei dem anderen wird die Hexe gerade von einem Polizisten verhaftet und in Handschellen abgeführt!

Heimelige Häuser, direkt zum Einziehen!

Daneben gab es auch architektonische Highlights, etwa die Elbphilharmonie (Haus Nr. 3), den Elmshorner Wasserturm (Haus Nr. 20), ein Haus in nüchternem Bauhaus-Stil (Haus Nr. 28) und aufwändig gestaltete Burgen bzw. Kirchen (Haus Nr. 22 und 6). Und dann waren da die Häuser, bei denen mein Mann spontan sagte: „Och, wenn die nicht aus Lebkuchen wären, würde ich da sofort einziehen!“ (Haus Nr. 10 und Nr. 17). Ich glaube, ich muss mir nächstes Jahr irgendwo ein paar Kinder ausleihen und sie davon überzeugen, mit mir ein Lebkuchenhaus zu backen und zu verzieren. Und dann reichen wir es bei der Volksbank ein und warten mal gespannt ab, was Jury und Passanten dazu sagen.

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