Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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„Menschen brauchen andere Menschen. Sie wollen dazugehören.“

Vergangene Woche war an zwei Abenden in Folge Dominik Bloh im Elmshorner Industriemuseum zu Gast. Er las einige Kapitel aus seinem Buch „Unter Palmen aus Stahl“ vor. Doch in erster Linie sprach er über Obdachlosigkeit, sein Leben auf der Straße, den Weg zurück in ein Leben mit Wohnung, Job und sozialer Anerkennung – und über die gesellschaftlichen Narrative, die dazu beitragen, dass der Kampf gegen Wohnungslosigkeit allenfalls halbherzig geführt wird.

Ich war ja schon vor den beiden Lesungen fest überzeugt, dass Dominik ein wirklich toller Typ ist. Nachdem ich ihn nun live erlebt und ein bisschen mit ihm gesprochen habe, bin ich noch einmal mehr beeindruckt. Dominik hat es nicht nur geschafft, über zehn Jahre auf der Straße zu überleben, ohne an der Menschheit zu verzweifeln oder zu verbittern. Er unterstützt heute als Sozialunternehmer Menschen ohne Obdach und ist außerdem als Politikberater tätig. Und er hat seine Erfahrungen und Gedanken auch in sehr klare und unmissverständliche Botschaften übersetzt, die eigentlich niemanden kalt lassen dürften.

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