Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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„Menschen brauchen andere Menschen. Sie wollen dazugehören.“

Vergangene Woche war an zwei Abenden in Folge Dominik Bloh im Elmshorner Industriemuseum zu Gast. Er las einige Kapitel aus seinem Buch „Unter Palmen aus Stahl“ vor. Doch in erster Linie sprach er über Obdachlosigkeit, sein Leben auf der Straße, den Weg zurück in ein Leben mit Wohnung, Job und sozialer Anerkennung – und über die gesellschaftlichen Narrative, die dazu beitragen, dass der Kampf gegen Wohnungslosigkeit allenfalls halbherzig geführt wird.

Ich war ja schon vor den beiden Lesungen fest überzeugt, dass Dominik ein wirklich toller Typ ist. Nachdem ich ihn nun live erlebt und ein bisschen mit ihm gesprochen habe, bin ich noch einmal mehr beeindruckt. Dominik hat es nicht nur geschafft, über zehn Jahre auf der Straße zu überleben, ohne an der Menschheit zu verzweifeln oder zu verbittern. Er unterstützt heute als Sozialunternehmer Menschen ohne Obdach und ist außerdem als Politikberater tätig. Und er hat seine Erfahrungen und Gedanken als Schriftsteller und Autor auch in sehr klare und unmissverständliche Botschaften übersetzt, die eigentlich niemanden kalt lassen dürften.

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Ein Kommentar

Ich freue mich auf die Lesungen mit Dominik Bloh!

In nicht einmal mehr zwei Wochen haben wir hier in Elmshorn einen großartigen Typen zu Gast. Dominik Bloh, der mit zwei Büchern über seine eigene Obdachlosigkeit zum Spiegel-Bestseller-Autor wurde und mittlerweile glücklicherweise nicht mehr auf der Straße lebt, liest an zwei Abenden hintereinander im Industriemuseum. Eigentlich wollte ich hier ganz heftig die Werbetrommel rühren – doch zwecklos, beide Veranstaltungen waren schneller ausverkauft als ich einen Blogbeitrag schreiben kann.

Ich will euch aber immerhin berichten, warum die ganze Aktion mich persönlich mächtig stolz macht. Vor einer Weile habe ich hier ja aufgeschrieben, dass ich mich neuerdings bei den Elmshorner Suppenhühnern engagiere. Einen Anstoß für dieses neue Ehrenamt, den ich in dem Beitrag nicht erwähnt hatte, waren die Bücher von Dominik Bloh. Mein Mann, der natürlich seit Jahren um mein Interesse am Thema Obdachlosigkeit weiß, hatte mir „Unter Palmen aus Stahl“ und „Die Straße im Kopf“ 2024 zu Weihnachten geschenkt. Ich hatte sie in einem Rutsch durchgelesen und dann den Entschluss gefasst, mich bei den Suppenhühnern einzuklinken. Seit Oktober bin nun ich Teil des Teams – und hatte ziemlich rasch die Idee, Dominik mal als Gast in den Suppenhühner-Podcast und zu einer Lesung nach Elmshorn einzuladen.

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